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Ehemaliger Leiter des Meurer-Gesundheitszentrums eröffnet demnächst eigenes Unternehmen

Neue Praxis mildert Therapie-Engpass

Hehlen / Bodenwerder. Frederik Vehling, seit 2008 therapeutischer Leiter der Physiotherapie und Mit-Anteilhaber am bodenwerderschen Meurer-Therapie- und Gesundheitszentrum, steht vor einem Neustart: Nachdem feststeht, dass das Gesundheitszentrum am Ostufer der Weserbrücke zum Ende dieses Monats endgültig schließen wird, will der 37-Jährige mit einer neuen Physiotherapie-Praxis die durch den Meurer-Weggang entstandene Versorgungslücke wenigstens teilweise schließen. In Hehlen richtet Vehling, der mit seinem Weggang aus dem Unternehmen Meurer auch seinen bodenwerderschen 20-Prozent-Firmenanteil verkauft hat, an der Schlossstraße 1 derzeit ein neues Gesundheits-Unternehmen ein. Unter dem Firmennamen „händisch“ will der gelernte Physiotherapeut und Osteopath seine Patienten ortsnah weiterversorgen. Zusammen mit drei der 15 ehemaligen Kollegen des Meurer-Gesundheitszentrums.

veröffentlicht am 11.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Frederik Vehling bezeichnet sich selbst als ein „Meurer-Gewächs“, hat er doch von Björn Frederic Meurer, der 1991 aus dem ehemaligen bodenwerderschen Kurmittelhaus ein physiotherapeutisches Gesundheitszentrum mit Lehrbetrieb machte, wichtige Impulse erhalten. Als Schaumburger hat Vehling die Physiotherapie in Bückeburg erlernt, nahm dann in Hamburgs Osteopathie-Schule Deutschland sein Studium auf, das er 2008 abschloss, um als leitender Therapeut ins Meurer-Haus nach Bodenwerder zu wechseln. Spätestens als sich im Sommer 2012 dunkle Wolken über dem Meurer-Gesundheitszentrum am Weserufer zusammenbrauten und der Therapie-Komplex mit angeschlossenem Trainingsstudio an Bodenwerders Brückenstraße 7 zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben war, dürften in Vehling – seit 2010 Geschäftsführer im bodenwerderschen Therapiezentrum – erste Überlegungen, „etwa Eigenes zu machen“, aufgekommen sein. Als er dann im Oktober vorigen Jahres das geeignete Objekt an Hehlens Schloßstraße 1 entdeckte und seine Kündigung bei Meurer bevorstand, wurden Vehlings Firmenpläne konkret: Im ehemaligen Inspektorenhaus des Hehlener Schlosses hat er im Erdgeschoss 132 Quadratmeter Praxisfläche angemietet, die beiden Geschosse darüber stehen leer – Platz für Erweiterungen oder gar einen Seminar- und Fortbildungsbetrieb. Doch das, so Vehling, ist erst mal Zukunftsmusik. Derzeit wartet der Existenzgründer auf die Einrichtung seiner fünf Behandlungsräume und seine Kassenzulassung. Am 15. April, so die Planungen, soll Praxiseröffnung sein.

Auch wenn Vehling den Versorgungsengpass, der durch den Meurer-Weggang nach dem 31. März in Bodenwerder im Bereich der Physotherapie entstehen wird – die nächsten anderen Praxen sind dann in Börry, Grohnde oder Heinsen - nicht auffangen kann, wird es also in diesem Bereich vor Ort eine weitere medizinische Versorgung geben. Was jedoch aus den Gebäuden des Meurer-Therapie- und Gesundheitszentrums wird, ist weiter ungewiss: Für das Trainingsstudio, in dem momentan rund 500 Mitglieder eingeschrieben sind, hatte sich bereits ein Interessent gefunden. Der Verkauf soll sich aber mittlerweile wieder zerschlagen haben.



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