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Mit Entscheidung über Fahrzeughalle für die Feuerwehr in Pegestorf soll noch gewartet werden

Neubau oder doch nicht?

PEGESTORF. Die Feuerwehr Pegestorf möchte gerne ein neues Feuerwehr-Fahrzeug haben. Dafür wäre dann aber auch ein Neubau der Fahrzeughalle fällig, weil die alte Halle zu klein ist. Die Frage ist, ob eine neue Halle gebaut wird oder nicht. Denn schließlich ist nicht klar, ob die Feuerwehr an und für sich überlebt.

veröffentlicht am 17.04.2018 um 16:07 Uhr
aktualisiert am 17.04.2018 um 17:30 Uhr

Die vorhandene Fahrzeughalle der Ortsfeuerwehr Pegestorf ist nach den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse nicht groß genug für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank, das die Wehr 2019 bekommen soll. Nun wird eine Lösung für dieses Problem g
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Die Ortsfeuerwehr in Pegestorf braucht ein neues Fahrzeug. So steht es zumindest im Brandschutzbedarfsplan und auch Gemeindebrandmeister Andreas Damrau und Pegestorfs Ortsbrandmeister Alexander Lobitz sprechen sich dafür aus. Nur: Das neue Fahrzeug würde nach den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse nicht in die vorhandene Halle passen. In der Prioritätenliste der Samtgemeinde ist für das Jahr 2019 ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) vorgesehen. Nun machen sich Politik und Verwaltung Gedanken darüber, wie dieses Problem am besten gelöst werden könnte. Verfolgt man den Gedanken mit dem neuen TSF-W konsequent, so muss eine entsprechend große Fahrzeughalle auf ein noch zu kaufendes Grundstück gebaut werden. Hierfür sind bereits 100 000 Euro im Haushalt der Samtgemeinde angemeldet, jedoch ist das Geld mit einem Sperrvermerk versehen. Soll heißen: Die Politik müsste es erst frei geben. Nun hat sich der Feuerschutzausschuss jüngst dagegen ausgesprochen, dem Samtgemeindeausschuss eine Freigabe zu empfehlen.

„Wir sollten zunächst auch die personelle Entwicklung bei der Feuerwehr in Pegestorf abwarten“, begründet Michael Zieseniß als stellvertretendes Ausschussmitglied. Dabei verweist er darauf, dass die Mannschaftsstärke der Pegestorfer an der unteren Grenze für eine Ortsfeuerwehr schrappt. Diese hat derzeit 18 aktive Mitglieder. Zudem sei das vorhandene Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ohne Wasser an Bord, noch in einem sehr guten Zustand. Auch Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke plädiert in der Sitzung dafür, zu schauen, ob es eine Feuerwehr in der Samtgemeinde gebe, die ein neues Fahrzeug technisch nötiger hätte, und die Anschaffung in Pegestorf zunächst zurückzustellen.

Das TSF-W werde in Pegestorf jedoch benötigt, weil die Feuerwehr aus Bodenwerder im Ernstfall nicht schnell genug vor Ort wäre, hält Gemeindebrandmeister Damrau dagegen. Auch Ortsbrandmeister Lobitz unterstreicht: „Wir haben erst am Wochenende bei dem Wohnmobilbrand in Buchhagen gesehen, wie wichtig es ist, Wasser an Bord zu haben und schnell eingreifen zu können.“

„Es geht nicht darum, der Feuerwehr in Pegestorf etwas wegzunehmen“, betont Zieseniß. Sondern um die Frage, ob zu diesem Zeitpunkt der Neubau einer Fahrzeughalle Sinn mache. Dies solle zunächst abgewartet werden.

Vielleicht wäre es eine kostengünstigere Möglichkeit, zu prüfen, ob man das neue Fahrzeug in der vorhandenen Halle unterbringen könnte, wenn die Garderoben aus dem hinteren Teil ausgebaut würden, schlägt Warnecke vor. Doch dazu müsste zunächst die Feuerwehrunfallkasse ihr Okay geben. Von daher wäre es günstiger, meint Warnecke, mit der Entscheidung über einen Hallenneubau noch zu warten.

Der Beschluss der Ausschussmitglieder fällt dementsprechend einstimmig aus. Der Sperrvermerk über die 100 000 Euro für den Hallenneubau soll noch nicht aufgehoben werden. Die Verwaltung soll zunächst mit der Feuerwehrunfallkasse klären, welche Möglichkeiten es gibt, das neue Fahrzeug in der alten Halle unterzubringen.

Für den Ausbau der Truppenstärke der Feuerwehr in Pegestorf ist Ortsbrandmeister Lobitz übrigens noch auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Mein Standpunkt
Maike Lina Schaper
Von Maike Lina Schaper

Die Ausstattung einer Feuerwehr zu bessern und in die Sicherheit der Bevölkerung zu investieren, ist sicherlich sinnvoll. Doch mit öffentlichen Geldern sollte auch immer sparsam umgegangen werden. Das wird versucht und scheint hier ein vernünftiger Ansatz.

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