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Handgemachtes bei Besuchern besonders gefragt / Tausende kommen am Sonntag ins „Golddorf“

Natur pur auf Ottensteins Herbstmarkt

Ottenstein (saw). Wie viel Liebe, Arbeit und Erfahrung in einem der bunten Herbstkränze steckt, lässt die muntere Plauderei von Liane Nottbohm aus Dielmissen erahnen. „Zwei Handvoll Hafer und Weizen säe ich im Frühjahr hinterm Haus aus, dazu jede Menge Blumen, deren Blüten sich gut trocknen lassen“, erzählt die 76-Jährige. Mit der Ernte der Ähren und Blüten beginnt sie im Juni, „ja, und seit einigen Wochen bleibt zu Hause einiges liegen. Jetzt gehen die Kränze vor“, verrät sie augenzwinkernd. Zum ersten Mal ist sie Ausstellerin beim Herbstmarkt in Ottenstein – und ihre handgearbeiteten Kränze gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. „Das ist alles Natur, alles aus unserer Heimat“, preist sie den herbstlichen Schmuck an. „Wunderhübsch“, schwärmt eine Besucherin und entscheidet sich für das saftig grüne Buchbaum-Gebinde, auf dem prall-dunkelrote Hagebutten leuchten. Sehr begehrt ist auch die traditionelle Variante mit Ähren und Strohblumen. „Als Kind habe ich solche Kränze mit meiner Großmutter gebunden“, erzählt die Dielmisserin, die auch Lavendelsträußchen und Duftsäckchen im Angebot hat.

veröffentlicht am 01.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

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Nebenan gibt es Körnerkissen, gefüllt mit Roggen oder Dinkel, ein paar Schritte weiter hat der rustikale „Schäferkarren“ mit Wolle, Fellen, kuscheligen Schuhen und trendigen Täschchen Station gemacht. Wer Handgearbeitetes sucht, hat auf dem Ottensteiner Herbstmarkt gute Chancen, fündig zu werden. Ob Holzspielzeug oder Strohtiere, Weidenkörbchen oder Schönes aus Ton, Gestecke aus Früchten oder flauschige Schals: Eindeutig hat die Kombination „Natur & Handarbeit“ Vorrang vor „Plastik & Fabrikware“.

Bei strahlendem Spätsommerwetter pilgerten gestern Tausende in das „Golddorf“ auf der Hochebene. Parkplätze waren am frühen Nachmittag nur noch außerorts zu bekommen. Herbststräuße, Dahlien, Heidekraut und Kürbisse, aber auch Tomaten in vielen Größen, Formen und Farben setzten bunte Akzente. Am dicht umringten Stand einer Gärtnerei aus Lügde gab es allerlei „Scharfes“ zu probieren: Tomatenchutneys, in Öl eingelegte Paprika und Peperoni und auch „Omas gute Tomatensuppe“. Hier liefen die Geschäfte ebenso gut wie am Grillstand der Feuerwehr. „Gerade mal zwei Stunden Markt – und schon 200 Bratwürste verkauft“, freute sich Wehrchef Tobias-Kai Schäfer. Zum Pferde streicheln trafen sich vor allem die Mädchen auf dem Reiterhof Albrecht, am Stand des kirchlichen „Jugendtreffs“ gab es Muffins, verwandelten sich Kindergesichter mit Schminke in Feen. Selbstgebackenen Kuchen ließen sich Besucher im Pfarrgarten schmecken. Kunst im Altarraum der Liebfrauenkirche zeigte Anette Kiel, ein Leierkastenmann ließ muntere Melodien erklingen. Wieder einmal erwies sich der Besuch des Ottensteiner Herbstmarktes als gute Idee. So kann der Herbst bleiben.

Kürbis mal anders dekoriert (Bild li.). Zum ersten Mal beim Ottensteiner Herbstmarkt dabei: Liane Nottbohm verkauft Erntekränze, Ährensträußchen und Lavendel-Duftsäckchen (Bild re.).

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