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Dr. Claudia Erler übernimmt Stadtheimatpflege und Museumsleitung

Nachfolgerin steht fest

BODENWERDER. Dr. Claudia Erler ist neue Stadtheimatpflegerin für Bodenwerder. Sie wurde am Donnerstagabend einstimmig vom Stadtrat berufen und tritt damit in die Fußstapfen ihres Vorgängers, des langjährigen Stadtheimatpflegers Werner Koch, der diese bis zum Ende des vergangenen Jahres wahrnahm.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 14:26 Uhr
aktualisiert am 05.04.2019 um 20:13 Uhr

Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt gratuliert der soeben durch den Rat berufenen Stadtheimatpflegerin Dr. Claudia Erler. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Lang ist die Liste an Aufgaben, die die neue Stadtheimatpflegerin übernehmen soll. 14 Stichpunkte führt die Stadtverwaltung dazu auf. Sie reichen von der Übernahme der Museumsleitung bis zur Verwaltung des Stadtarchivs und allem, was damit zusammenhängt. Der Vielfalt an Aufgaben wird sich nun die neue Stadtheimatpflegerin Dr. Claudia Erler stellen. Sie wurde am Donnerstagabend einstimmig durch den Rat zur ehrenamtlichen Stadtheimatpflegerin berufen und tritt damit in die Fußstapfen ihres Vorgängers, des langjährigen Stadtheimatpflegers Werner Koch, der diese Aufgabe bis zum Ende des vergangenen Jahres wahrnahm.

Erler lebt seit 45 Jahren in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle und ist wohl einigen als Schulleiterin der Hauptschule in Bodenwerder und der Oberschule in Stadtoldendorf im Gedächtnis. Mittlerweile ist sie im Ruhestand. Ihre Doktorarbeit hat die Pädagogin über Jugend im ländlichen Raum verfasst. Später studierte sie noch Literaturwissenschaft. Ihr Steckenpferd ist die Literatur zwischen den Jahren 1700 und 1800. Also genau die Zeit, in der auch der Baron von Münchhausen gelebt hat.

„Die Analyse von Münchhausengeschichten in dieser Zeit ist mein Spezialgebiet“, sagt Erler. Die neue Stadtheimatpflegerin schafft es schnell, ihre Begeisterung für den Baron und seine Geschichten weiterzugegeben und den historischen Stoff mit bisher wenig bedachten Aspekten zu vertiefen, die beides – Geschichten und Baron – mit den Geschehnissen der Zeit verknüpfen. „Münchhausen fällt in die Zeit zwischen Absolutismus und Aufklärung, das ist irre spannend“, erläutert sie die gesellschaftlichen Gegebenheiten. „Warum hat der Baron von Münchhausen diese Geschichten zu der Zeit erzählt? Diesen Zusammenhang möchte ich klarmachen“, sagt Erler.

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Das aktuelle Team des Münchhausenmuseums (v. li.) mit Fachbereichsleiter Michael Helmig (hinten) und Stadtdirektorin Tanya Warnecke (rechts): Dr. Claudia Erler, Ingeborg Helmke, Brunhild Helmke, Elke Helmig, Josef Burska (seit diesem Jahr neu im Team), Brigitte Duttmann und Waltraut Bente. Foto: ms

Mit einem museumspädagogischen Konzept sollen auch Jugendliche an den Baron von Münchhausen herangeführt werden. Das Konzept will sie in Teamarbeit entwickeln. In Teamarbeit zusammen zu arbeiten, ist Erler wichtig. „Die Ehrenamtlichen im Museumsteam sind engagiert und haben ein großes Wissen“, von dem sie selbst auch lernen möchte. Außerdem möchte sie sich bei ihrer Arbeit im Museum an den Gütekriterien orientieren, die es für Museen gibt.

Wie sich das Museum präsentiert, war auch bei der Saisoneröffnungsfeier Ende vergangener Woche Gegenstand eines Vortrages, den Dr. Elke Heege vom Vorstand des Museumsverbandes Niedersachsen-Bremen und Leiterin des Stadtmuseums Einbeck gehalten hatte. Darin regte sie eine größere Modernisierung des Münchhausenmuseums an, mit finanziellen, baulichen, technischen und personellen Änderungen (wir berichteten). In der Ratssitzung am Donnerstagabend machte Stadtdirektorin Tanya Warnecke aber klar, dass die Stadt altbewährtes nicht infrage stelle. „Wir finden unser Museum so, wie es ist, besonders schön.“ Die Ehrenamtlichen leisteten und leisten gute Arbeit und neue Technik soll nach und nach ins Museum Einzug halten und das Angebot begleiten.

Für das Münchhausenmuseum sucht die Stadt übrigens weiterhin freiwillige Helfer, die Lust haben, das Team zu unterstützen und Freude daran haben, den Besuchern des Museums den Baron von Münchhausen und seine Lebens- und Lügengeschichten nahe zu bringen.



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