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Münchhausen-Spiel: Immer wieder sehenswert

Edda Dreyer

Bodenwerder. „Das kann man sich immer wieder ansehen“, zeigt sich Ludwig Schmoll aus Iserlohn begeistert und steckt einen Schein in die Spendenkugel vor dem Rathaus. Das letzte Münchhausen-Spiel der Saison fand bei blauem Himmel und vor vollen Zuschauerbänken statt. Lediglich der starke Wind blies einige Rauscher in die Headset-Mikrophone der Darsteller.

veröffentlicht am 04.10.2009 um 19:19 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:41 Uhr

baron
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Edda Dreyer

Bodenwerder. „Das kann man sich immer wieder ansehen“, zeigt sich Ludwig Schmoll aus Iserlohn begeistert und steckt einen Schein in die Spendenkugel vor dem Rathaus. Das letzte Münchhausen-Spiel der Saison fand bei blauem Himmel und vor vollen Zuschauerbänken statt. Lediglich der starke Wind blies einige Rauscher in die Headset-Mikrophone der Darsteller.
 Wenn auch so mancher Einheimische der Meinung ist, die vorgetragenen Münchhausen-Geschichten haben „so einen langen Bart“ und die engagierten Darsteller häufig belächelt werden – dass die Spielgruppe auf der Rathaustreppe immer wieder ein Zuschauermagnet ist, hat auch diese Aufführung wieder bewiesen. Eine 37-köpfige Reisegruppe aus Neumünster blieb spontan stehen und hörte sich die Geschichten an. „Super, toll, wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir unseren Aufenthalt hier ganz anders geplant“, zeigte sich Erich Kröger begeistert. Wie andere auch hätte er gerne mehr Zeit für Bodenwerder gehabt, aber leider seien Aufenthalte solcher Bustouren sehr eng geplant. Seine Anregung: Statt der Bänke sollten Stühle zum Anlehnen für die älteren Zuschauer da sein.
 In geselliger Runde bei Schnaps und Rotwein – der wirklich in den Gläsern ist – gibt der Baron (Achim Merker) seine Erlebnisse im Kreise des Pastors (Ronald Hübner), des Apothekers (Hermann Ricke) und des Lehrers (Ralf Schöckel) zum Besten. Für volle Gläser sorgt Antje Manz und Diener Johann (Dieter Neukirch) passt auf, dass der Baron pünktlich zu seiner Angetrauten aufbricht. Frank Henjes (47) aus Rühle ist neben Robin Merker (Technik) der „jüngste Zuwachs“ in der Spielrunde und stellt den Magister dar. Spielleiter Bernd Mangold – er hat dieses letzte Spiel als Zuschauer genossen – freut sich über den jungen Mann und stellt noch einen weiteren neuen Darsteller im nächsten Jahr in Aussicht.
 Damit ist die nächste Saison gesichert und das Münchhausen-Spiel kann 2010 sein 25-jähriges Bestehen feiern. In diesem Jahr hat die Spielgruppe stark unter Krankheits- und Urlaubsausfällen gelitten und musste Aufführungen ausfallen lassen. Mangold schätzt, dass durchschnittlich 100 Zuschauer bei jedem Spiel dabei waren.
 „In dem Moment, wo Sie auf der Bühne stehen, verkörpern Sie, was Sie darstellen“, lobte Martina Sudhof-Werner als 2. Stellvertretende Bürgermeisterin das ehrenamtliche Engagement der Spielgruppe und überbrachte den Dank der Stadt und Samtgemeinde in Form eines Umschlages und Blumen.
 Diesen Dank konnte auch Eberhard Masch, der Leiter der Münchhausen-Musikanten, entgegennehmen. Die Musiker unterhalten das Publikum vor jeder Aufführung eine Stunde lang musikalisch.

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