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Gebäude steht derzeit leer / Ab August wahrscheinlich wieder Schulbetrieb

Münchhausenschule: Übergangslösung für Holzmindener Förderschule

BODENWERDER. Bereits seit den Sommerferien steht das Gebäude der Münchhausenschule in Bodenwerder leer. Wahrscheinlich wird das Schulgebäude aber schon bald wieder als solches gebraucht werden. Die Politiker des Landkreises beraten zur Zeit darüber, ob in den Räumen der ehemaligen Münchhausenschule in Bodenwerder eine Außenstelle der Holzmindener Förderschule „Schule an der Weser“ eingerichtet wird.

veröffentlicht am 09.11.2018 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 09.11.2018 um 15:30 Uhr

Die Klassen 1 bis 4 der Förderschule aus Holzminden sollen ab August in den Räumen der ehemaligen Förderschule in Bodenwerder unterrichtet werden. Abschließend wird darüber der Kreistag Anfang Dezember entscheiden. Foto: wfx
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Bisher sieht es ganz danach aus. Das Thema hat bereits mehrere politische Gremien passiert und traf dort auf Zustimmung. Zuletzt hatten sich zu Beginn dieser Woche die Kommunalpolitiker des Kreisausschusses dafür ausgesprochen. Eine abschließende Entscheidung dazu soll der Kreistag in seiner Sitzung am 3. Dezember treffen. Stimmen die Politiker dafür, würden in Bodenwerder ab August 2019 wieder Schüler untergebracht werden. Derweil schauen die Gebäudewirtschaft des Landkreises Holzminden und der Hausmeister der angrenzenden Grundschule nach dem Rechten in dem Gebäude.

Die Förderschule in Bodenwerder mit dem Schwerpunkt Lernen wurde mit dem Ende des Schuljahres 2017/2018 aufgelöst. Grund dafür war die geringe Schülerzahl. Die Mindestanzahl von zwölf Schülern konnte zum aktuellen Schuljahr nicht mehr erreicht werden. Ein Großteil der Schüler der ehemaligen Münchhausenschule ist an die Oberschule in Bodenwerder gewechselt. Ebenso wechselte ein Großteil des Mobiliars aus der Münchhausenschule an die OBS.

Das Gebäude ist laut Auskunft des Landkreises aber in einem guten Zustand. Es sollen keine größeren Bauunterhaltungsmaßnahmen notwendig sein. Nach wie vor könne das Schulgebäude als solches genutzt werden. Für Malerarbeiten und Weiteres zur Herrichtung der Schule schätzt die Gebäudewirtschaft die Kosten auf zirka 50 000 Euro. Andere Nutzungsalternativen für das Schulgebäude liegen nach Angaben des Landkreises nicht vor.

Die braucht es scheinbar auch nicht, denn der aktuelle Plan sieht vor, ab dem kommenden Schuljahr die Klassen 1 bis 4 der Holzmindener Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung in Bodenwerder unterzubringen. Durch diese Lösung soll deren räumliche Situation verbessert werden. Der bauliche Zustand des Schulgebäudes in Holzminden entspricht in weiten Teilen nicht mehr den Anforderungen einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Die Schülerzahl in Holzminden ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – und damit auch der Raumbedarf. Ein Grund dafür ist, dass die „Schule an der Weser“ in der Region beziehungsweise innerhalb des Landkreises die einzige Schule mit diesem Schwerpunkt ist. In den vergangenen fünf Jahren ist die Schülerzahl von 70 im Schuljahr 2013/2014 auf 92 im Schuljahr 2017/2018 gestiegen.

Neben dem Raumbedarf gibt es noch weitere Mängel in Holzminden. So sind etwa die Eingangstüren nicht barrierefrei, Flure und Treppenhäuser eng, die Fenster alt und auch der Schulhof ist nicht ausreichend groß. Das sind nur einige Punkte von der Liste.

Die Schüler der Klassen 1 bis 4 nach Bodenwerder zu fahren, verursacht laut Verwaltung Mehrkosten in Höhe von 70 000 Euro pro Schuljahr. Der Großteil aller Schüler der „Schule an der Weser“ wird im Rahmen des Schülerspezialverkehrs – zum Beispiel mit Kleinbussen – befördert.

Die Lösung mit der Außenstelle in Bodenwerder kann allerdings nur temporär sein. Denn eine Außenstelle darf immer nur befristet eingerichtet werden. Langfristig muss für die Holzmindener Förderschule ein komplett neues Konzept erarbeitet werden. Die Einrichtung einer Außenstelle in Bodenwerder gibt dem Landkreis dafür Zeit.



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