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Monstermäßig: Mit seiner Band lässt er es krachen

Von Sabine Weiße
Bodenwerder. „Let’s Twist again!“ Heute Abend ist in der Fußgängerzone die beste Gelegenheit dazu. Denn ab etwa 21 Uhr wird die Bühne vor der St.-Nicolai-Kirche Achim, Horst, Gento, Uli und „Ludschen“ gehören: den Monsters. Vor 50 Jahren im heißen Sommer des Twists gegründet, brachten sie gut ein Jahrzehnt lang die Tanzschuppen der Region zum Beben – und sind bis heute vielen unvergessen.

veröffentlicht am 26.08.2011 um 15:48 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

Bevor „Ludschen“ Papenberg das Schaufenster mit der Gitarre dekoriert, zupft er noch einmal. Foto: saw
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Von Sabine Weiße
Bodenwerder. „Let’s Twist again!“ Heute Abend ist in der Fußgängerzone die beste Gelegenheit dazu. Denn ab etwa 21 Uhr wird die Bühne vor der St.-Nicolai-Kirche Achim, Horst, Gento, Uli und „Ludschen“ gehören: den Monsters. Vor 50 Jahren im heißen Sommer des Twists gegründet, brachten sie gut ein Jahrzehnt lang die Tanzschuppen der Region zum Beben – und sind bis heute vielen unvergessen.

Mit den umjubelten Auftritten der jungen Beatles, der Rolling Stones und der Searchers im Hamburger Star-Club schwappte die Beat-Ära ab 1962 von England nach Deutschland und verbreitete sich wie ein Lauffeuer bis ins Weserbergland. Papenberg bekommt glänzende Augen: „Heute unvorstellbar, wie viele Beatschuppen wie Pilze aus dem Boden schossen.“ Beat-Partys bei Grotrians in Kemnade „aufm Saal“, im Strandcafé in Rühle, bei Wagners in Halle. Auch im Café Kellner, am Grohnder Fährhaus und bei Hoffmeisters in Hehlen geriet regelmäßig die Jugend aus dem Häuschen. „Und die Monsters waren mächtig angesagt: Drei Auftritte am Wochenende waren normal.“ Und wenn die Rattles, die Lords oder die Scorpions aus Hannover in der Münchhausenstadt auftraten, dann waren die Veranstalter gut beraten, die Monsters als Vorgruppe zu engagieren. „Wir waren die Lokalmatadore, uns wollten die Leute hören.“

Und so soll es heute Abend wieder sein. Als Bereicherung des heute und morgen stattfindenden Pflastermaler-Wettbewerbs laden die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle, der Kunst- und Kulturverein „Kultini“ und Malermeister Jens Treichel als Initator zur „After Paint-Party“ ein. Der Eintritt ist frei. War man im vergangenen Jahr die Sache etwas provisorisch angegangen, „wollen wir diesmal neben einem guten Musikprogramm auch ein breiteres Angebot für durstige Kehlen vorhalten“, sagt Treichel. Im Angebot sind Bier, Wein, Sekt und Cocktails – und natürlich Bratwurst vom Grill.

Zur After-Paint-Party unter dem Motto „50 Jahre The Monsters“ haben sich illustre Gratulanten angesagt: So macht um 17.30 Uhr die Newcomer-Band Jukebox den Anfang, präsentiert Asgat traditionelle Folk- und Rockmusik. Einen musikalischen Geburtstagsgruß entbietet Folk-Legende und Liedermacher Werner Lämmerhirt, bevor mehreren Nachwuchsmusikern aus der Gitarrenschule von Dankward „Pille“ Pillmann die Bühne gehört. Mit Akustik-Rock ist Daisy Chain ab 19.30 Uhr mit von der Partie. Es schließt sich eine Open-Stage-Phase an, bevor gegen 21 Uhr die „jung gebliebenen Monsters“ mit „The Greatest Songs of the Fifties & Sixties“ loslegen. Durch den Abend wird Adolf Hahn führen – seinen Rittmeister-Rock allerdings lässt er im Schrank hängen. „Wir wollen Adolf in Zivil und als Rock’n’Roller kennenlernen“, gibt Treichel schmunzelnd die Richtung vor.

Am Sonntag werden die Straßenmaler dann ihre Werke beenden und um 17 Uhr beginnt die Siegerehrung am Münchhausen-Brunnen. Viel Musik gibt es dann auch am Sonntag und um 15 Uhr findet zusätzlich vor der Stadtkirche das Münchhausen-Musical statt.

Übrigens: Wegen der Pflastermaler ist die Fußgängerzone heute für Autos komplett gesperrt.



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