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Eine kleine Welt gezimmert aus 59 Fichtenstämmen / Attraktion auf der Weser

Monsterfloß macht Halt in Bodenwerder

veröffentlicht am 06.09.2016 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Autor:

Julia Alin
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100 Festmeter bestes Fichtenholz in 20 Meter langen Stämmen werden so auf der Weser auf traditioneller Weise transportiert.

Rund 200 Kilometer lang ist die Strecke von Reinhardshagen bis Minden, die die Flößer mit dem Floß zurücklegen müssen, das anschließend auseinandergebaut und einem Sägewerk zugeführt wird. Später werden daraus dann mehrere Dachstühle für neue Häuser entstehen.

Dichter Nebel begleitet die Flößer des Vereins „Die Weserflößer Reinhardshagen e.V.“ auf ihrer mit 45 Kilometern längsten Etappe von Höxter nach Bodenwerder. Die Weserflößer wollen mit ihren Projekt unter dem Motto „Regional ist nicht egal“ auf die Stärken und Probleme der Region aufmerksam machen. Den Naturschutz wachhalten, die Wirtschaft im Weserbergland stärken und Allianzen bilden sind dabei Themen, mit denen die Weserflößer den Fokus der Öffentlichkeit auf ihre Region lenken wollen.

3 Bilder
Gekocht wird an Bord auf offenem Feuer auf einer Lage mit Steinen. Foto: bor

Früher als geplant brachen die Flößer unter ihrem Kapitän Thomas Hiddersen am linken Weserufer in Bodenwerder ihren Landanker aus. Begleitet wird das Floß von einem Boot der DLRG Minden, die nicht nur die Sicherheit der bis zu 20 Gäste an Bord des mit kaltem Druck (ohne Motor) fahrenden Floßes gewährleisten, sondern auch zeitweise als Rangierhilfe dienen. Übernachtet wurde aber nicht wie früher im Zelt, sondern in der Jugendherberge Bodenwerder. Viel Unterstützung fanden die Flößer bei Sponsoren. „Ohne deren vielfältige Hilfe wäre das Projekt nicht durchführbar gewesen“, meint der 1. Vorsitzende der Weserflößer, Eckhard Meyer. Stellvertretend nannte er die Landesforsten Niedersachsen und den Hessenforst, die perfekte Stämme buchstäblich aus den Wäldern „gepflückt“ hatten.

Ziel des Vereins ist auch der Erhalt alten Handwerks. So können sich die Flößer freuen, zwei fachkundige Jungflößer in ihren Reihen begrüßen zu können. Einen Forstwirt, sowie den Neffen von Willi Waßmuth aus Gieselwerder. Waßmuth war im letzten Jahr 95jährig verstorben. Er hatte in den letzten vier Jahrzehnten der Flößerei an der Oberweser ein Gesicht gegeben und darf sicherlich als bekanntester Flößer Deutschlands bezeichnet werden.

Mittwochvormittag geht‘s nach Hameln weiter. Übrigens: Besuch an Bord ist herzlich willkommen.



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