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Ungewöhnlicher Gottesdienst am Fähranleger

Mit dem Wasser der Weser getauft

GRAVE. Einen Pastor mit hochgerafftem Talar, Gottesdienstbesucher mit hochgekrempelten Hosenbeinen. Wo gibt es denn so etwas zu sehen? In Grave. Dort hielt Pastor Peter Dortmund einen ganz besonderen, auch für die Weserregion ungewöhnlichen Taufgottesdienst ab. Drei kleine Mädchen wurden hier mit Weser-Wasser getauft, während der Pastor, die Eltern und die Paten mit den Füßen im zurzeit ja recht flachen, aber doch kühlen Fluss standen.

veröffentlicht am 05.09.2018 um 18:24 Uhr

Die Taufe im Fluss wurde schon zu Zeiten von Jesus Christus praktiziert. Pastor Peter Dortmund führte die Zeremonie nun mit drei Neugeborenen, deren Eltern, Paten und Familienangehörigen in und an der Weser durch. Foto: rei

Autor:

Gudrun Reinking
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Bei herrlichem spätsommerlichen Wetter versammelte sich unter schützenden Sonnendächern eine stattliche Besucherschar am Fähranleger in Grave. Darunter waren nicht nur Mitglieder der von Pastor Dortmund betreuten Kirchengemeinden Pegestorf-Grave und Hehlen-Hohe, sondern auch einige ganz zufällig vorbeikommende Gäste. Sie machten spontan Station, um den Gottesdienst mitzuerleben.

Es war sicher für alle ein bewegendes Erlebnis. Doch eine strahlte an diesem Vormittag „aus allen Knopflöchern“: Birgit Müller, seit vier Jahren Küsterin in Grave. Die Mutter von fünf Töchtern – die Jüngste ist mittlerweile 22 Jahre alt – hat schon sieben Enkelkinder, darunter zwei der Täuflinge, die nun mit echtem Weser-Wasser getauft sind. Paula Marlen wurde im März geboren, ihre Eltern sind Anna und Benny Heinemann. Cousine Leni erblickte im Juni das Licht der Welt, sie ist der Sonnenschein von Christina und André Winkler. Für beide Paare ist es jeweils das zweite Kind. Das dritte Mädchen, das an diesem Tag getauft wurde, stammt aus Pegestorf.

Für die Taufzeremonie bat Pastor Dortmund die „Hauptpersonen“ zu sich in die Weser. Er hatte den Taufkelch aus der Graver Kirche mitgebracht. Mit Weserwasser gefüllt, goss er den kleinen Mädchen das Nass vorsichtig über das Köpfchen. Und Paula Marlen sowie Leni sagten laut Oma Birgit „keinen Mucks“. „Sie sind jetzt ganz fest mit der Weser und ihrer Heimat verbunden,“ ist „Familienmensch“ Birgit Müller überzeugt.

Am Ufer wurden Sitzbänke und ein Sonnenschutz errichtet. Foto: rei
  • Am Ufer wurden Sitzbänke und ein Sonnenschutz errichtet. Foto: rei
Taufe der kleinen Leni mit einem Schwall Weserwasser. Foto: rei
  • Taufe der kleinen Leni mit einem Schwall Weserwasser. Foto: rei


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