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300. Münchhausen-Geburtstag naht

Mit dem Baron groß rauskommen

BODENWERDER. Im Jahr 2020 soll in Bodenwerder der 300. Geburtstag des berühmten Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen gefeiert werden. Die Stadt entwickelt erste Ideen für das große Ereignis.

veröffentlicht am 19.09.2018 um 14:58 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 18:56 Uhr

Bald 300 Jahr alt, weltweit berühmt und ein Pfund für seine Heimatstadt: Baron von Münchhausen. Foto: Dana
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Autor

Karin Küster Reporterin
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Andrea Gerstenberger ist überzeugt: „Der Baron Münchhausen ist ein Pfund, mit dem Bodenwerder wuchern kann.“ Im August hat sie ihr Amt als Kulturbeauftragte angetreten und steht seitdem in der Stadt für alle kulturellen Belange als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Vor geladenen Vertretern von Kirchen, Schulen, Kindergärten und Vereinen äußerte sie sich zu ihren Zielen: „Ich will den berühmten Baron und die Münchhausenstadt Bodenwerder im Bewusstsein der Menschen stärker in eine Verbindung bringen!“ Der Baron sei immerhin eine historische Persönlichkeit, die nahezu weltweit bekannt sei, unterstrich Gerstenberger. Das bevorstehende Jubiläumsjahr sei eine Gelegenheit, vielleicht neue Seiten an Münchhausen zu entdecken und eine große Chance, Dinge anzupacken, die man sonst nicht in Angriff nähme.

Gerstenberger schlug vor, Veranstaltungen der Vereine im Jubiläumsjahr für alle zu öffnen und unter das Thema „Münchhausen“ zu stellen. „Statt Blutspende heißt es dann eben ‚Münchhausen-Aderlass‘! Ich wünsche mir ein tolles Jahr mit vielen, schönen Veranstaltungen!“ So will Gerstenberger eine Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreichen, die etwas Bleibendes für Bodenwerder haben sollte. Seitens der Planungsgruppe der Verwaltung stehen zwei Termine schon fest: der 11. Mai 2020 als Geburtstag mit einer Veranstaltung am Rathaus/Museum und der 16. Mai 2020 mit einem Festakt in Buchhagen.

Andrea Gerstenberger möchte, wenn möglich, den Festkalender von Mai bis September 2020 mit vielen kleinen und größeren Veranstaltungen dicht füllen, darunter einige mit Strahlkraft nach außen. Aus dem Kreise der Vereine kamen viele Vorschläge. Dazu gehören sportliche Wettbewerbe, etwa ein Triathlon mit Schießen (Lasergewehr), Schwimmen und Radfahren. Schlauch-Kuppel-Contests seien bei den Feuerwehren sehr angesagt, hieß es. Auch Seifenkisten- und Bobby-Car-Rennen wurden vorgeschlagen; dazu müsste eine geeignete Strecke gefunden werden. Dagegen scheint eine Ruderregatta auf der Weser leichter umsetzbar zu sein. Aauch von den Kulturförderern kamen reichlich Anregungen: ein Poetry Slam, ein Literaturwettbewerb, eine Nacht der Erzählungen, ein Kinderkonzert im Rahmen der Musikwochen Weserbergland, Rudelsingen. Sogar ein Lügenwettbewerb wurde vorgeschlagen.

Vertreter der örtlichen Vereine folgten der Einladung zum Austausch von Ideen zur Gestaltung des Münchhausenjubiläums. Foto: kkü

Die Münchhausen-Spielgruppe bot an, im Jahre 2020, nicht nur einmal, sondern zweimal monatlich zu spielen. Sie regte zudem an, zu jeder Vorstellung einen prominenten Gast einzuladen und ins Spiel einzubeziehen. Auch eine Aufführung bei Dunkelheit, nur mit Fackeln erleuchtet, würde die Gruppe sehr gerne machen.

Der Vorschlag, eine Hunderte Meter lange Kaffeetafel, gedeckt mit alten Sammeltassen, zum Münchhausen-Geburtstag an der Weserpromenade aufzustellen, fand allgemeinen Zuspruch. Hier will Andrea Gerstenberger nicht kleckern, sondern klotzen: Sie wird prüfen, unter welchen Umständen Bodenwerder einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erreichen kann.

Mit der Resonanz auf ihre Einladung dürfte die neue Kulturbeauftragte mehr als zufrieden sein. Die erkennbar hohe Bereitschaft der Vereine zur Mitwirkung sollte es ihr leicht machen, mit viel Schwung in die Planung des Jubiläumsjahres zu gehen.



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