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Mit Blaulicht das Licht der Welt erblickt

Holzminden (bs). Das erste Knöllchen hat Lina Danielle schon vor der Geburt gedroht. Die junge Dame, die es mitten in der Nacht so eilig hatte, kam mit ihren Eltern erst in die Verkehrskontrolle. Und dann eskortierte die Polizei sie zum Krankenhaus. Dort kam der Wonneproppen am Freitag um 7.35 Uhr zur Welt. 

veröffentlicht am 24.03.2009 um 20:11 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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 „Um 2.33 Uhr“, erinnert sich Natascha Weber, „ist die Fruchtblase geplatzt.“ Sie blieb ganz ruhig. Es ist ihr zweites Kind. Die Eltern aus Sievershausen setzten sich in ihren Wagen. Ziel ist das Krankenhaus Holzminden. Ganz bewusst hat sich Natascha Weber für die Entbindungsstation in Holzminden. Die Webers müssen durch den Solling. „Mein Mann hat noch gefragt: Soll ich mich beeilen?“, erinnert sich Natascha Weber. Nein, habe sie gesagt, es seien zu viele Wildschweine unterwegs. Kurz vor Holzminden seien die Wehen heftiger geworden. Und Marco Weber tratt kräftiger aufs Gaspedal. 70, 75 Stundenkilometer waren es wohl in der Sollingstraße, als er hinter sich Scheinwerfer aufleuchten sieht. Als er dann nach rechts in die Liebigstraße abbiegen will, „brennt der Blinker durch“, schmunzelt Natascha Weber. Kurz darauf kommt die Kelle.
 „Guten Morgen, allgemeine Verkehrskontrolle“, begrüßte der Polizeibeamte das eilige Paar. „Dazu kommen Sie zu spät“, scherzte der werdende Vater. „Das müssen wir wohl in den Kreißsaal verlegen“, bewies auch die werdende Mutter Humor. Natascha Weber lacht, „die Papiere mussten wir dann nicht vorzeigen, wir durften gleich weiterfahren“. Bis zur Ampel an der Bülte-Kreuzung. Die zeigte Rot. Und das sehr lange. Und plötzlich war der Streifenwagen wieder da. Fuhr bei Rot über die Kreuzung. „Bitte folgen“, leuchtete im Display auf. Und die Webers folgten. Bis zur Krankenhaus-Pforte eskortierte sie die Polizei. Die Beamten verabschieden sich per Lichthupe.
 „Wir sind hoch in den Kreißsaal. Ich hatte noch Zeit, die Begegnung mit den Polizeibeamten lustig zu erzählen. Dann war es vorbei mit lustig“, grinst Natascha Weber und schaut auf ihre Tochter. 53 Zentimeter groß und 3490 Gramm schwer ist sie bei der Geburt. Und kerngesund.



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