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MGV Pegestorf löst sich nach 120 Jahren auf

Pegestorf (rbo). Auf das dunkelrote Tuch ist ein Schwan gestickt, der eine Lyra trägt. „In Freud und Leid – zum Lied bereit“ steht auf der zum 100. Jubiläum des MGV Pegestorf angeschafften Vereinsfahne. „Zum Lied bereit“ werden die Pegestorfer Sänger nicht mehr sein.

veröffentlicht am 27.11.2012 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:21 Uhr

Ein letztes Mal haben sich die aktiven Sänger des Männergesangvereins Pegestorf für ein Gruppenfoto zusammengefunden. Fotos: rbo
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Der Vorsitzende Wilfried Klöpfer und sein Stellvertreter Wilfried Heise rollen zum letzten Mal die Vereinsfahne des Männergesangvereins von 1892 ein. In nur wenigen Tagen hätte der traditionsreiche Verein seinen 120. Geburtstag feiern können. So aber geht eine lange Tradition zu Ende, die am 22. Dezember 1892 mit der Vereinsgründung begann.
Was im 19. Jahrhundert begann, endet im 21. Jahrhundert. Der Grund: Es gibt nicht mehr genügend Tenöre im Verein. Und ohne diese hohen Stimmen hören sich die meisten Lieder einfach nicht gut an, wissen die 16 noch aktiven Sänger.
Bereits seit 2010 hatten die Männer auf Auftritte außerhalb des Ortes verzichtet. Auf der letzten Jahreshauptversammlung hatte Wilfried Klöpfer deshalb erklärt: „Leider muss ich bekanntgeben, dass wir in diesem Jahr nicht mehr singfähig sind.“ Deshalb müsse die Auflösung des Vereins in die Wege geleitet werden.
Bis auf zehn der noch 39 Mitglieder waren alle zur Vereinsauflösung erschienen. Einen letzten Rückblick auf das Vereinsleben gab der langjährige Vorsitzende Wilfried Klöpfer. Er begann mit dem Jahr 1947, als nach acht Jahren Unterbrechung die Pegestorfer wieder mit dem organisierten Singen begonnen hatten. Vorsitzender war damals Albert Klaus, der Beitrag betrug zwei Reichsmark. Die Dirigenten Walter Grosch und Ernst Warnecke bekamen vier Reichsmark.

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