weather-image
33°

Mette weiß: Das falsche Essen macht sie krank

Mette (4) liebt „Pommes rot“, doch die Sache mit dem Ketchup ist nicht so einfach. Bjarne (14) isst gerne Pizza, aber für ihn kommen nur bestimmte Restaurants in Frage. Und Shawn (6) ist darauf angewiesen, dass seine Mutter das Brot selbst backt. Die drei Kinder leiden unter Zöliakie, einer Erkrankung des Dünndarms. Von Inken Philippi

veröffentlicht am 05.08.2011 um 18:41 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

Mette
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Bodenwerde. Uli Harenkamp hat immer ein Tütchen Ketchup in der Handtasche. „Falls wir mal überraschend Fritten essen wollen mit den Kindern“, erklärt sie. Herkömmliches Ketchup enthält Gluten, doch das ist für ihre Tochter Mette unverträglich. Als Zöliakie-Patientin muss sie unbedingt auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichten. Doch Gluten kommt in den vielen Produkten vor – im Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer sowie in der Gerste und damit in nahezu allen Backwaren, die es in normalen Bäckereien zu kaufen gibt, aber es versteckt sich auch auch in Ketchup, Bratwurst oder Aufschnitt. Gluten geliert, bindet, stabilisiert und eignet sich außerdem gut als Trägerstoff zum Beispiel für Aromen.

Medizinisch betrachtet, wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile zerlegt und gelangt über die Schleimhaut in den Körper.

Bei Zöliakie-Betroffenen führt die Zufuhr von Gluten jedoch zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Dies hat zur Folge, dass die Zotten sich zurückbilden. Durch die Verringerung der Oberfläche des Dünndarms können nicht mehr genügend Nährstoffe aufgenommen werden. So entstehen Nährstoffdefizite, die eine Reihe von Beschwerden auslösen. „Es ist für uns nicht einfach geeignete Nahrungsmittel für unsere Kinder zu finden“, erklärt Brigitte Säger, die Mutter von Bjarne. Viele Dinge können nur im Reformhaus gekauft werden: Brot, Mehl, Nudeln, Cornflakes – Produkte, die in den meisten Familien preisgünstig im Discounter erworben werden. „Ein Kilo Mehl kostet für uns 4,10 Euro, ein 750-Gramm-Brot 5,50 Euro und 500 Gramm Nudeln 3,90 Euro“, nennt Shawns Vater Roy Anton Beispiele für die Kosten, die die besondere Ernährung seines Sohnes verursacht. Finanzielle Unterstützung seitens der Krankenkasse gibt es dafür nicht.

Mit welchen Problemen Kinder und Eltern zu kämpfen haben, lesen Sie in der Dewezet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?