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Stadt fällt Apfeldorn an der Homburgstraße / Im kommenden Frühjahr werden dort die Beete neu bepflanzt

Mein Freund, der Baum, ist weg

Maike-Alida Weiß staunt nicht schlecht, als sie am Donnerstagmorgen aus ihrem Fenster guckt. Vor ihrem Haus an der Homburgstraße 97 fällen Mitarbeiter des Betriebshofs einen Baum, den Apfeldorn, „der im Laufe der Jahreszeiten immer schön aussieht und besonders schön blüht“, wie sie erklärt. Nun ist er weg und mit ihm sind auch noch die Blüten und Knospen der Rosen verschwunden, die die Anwohnerin in dem städtischen Beet seit ihrem Einzug dort gepflegt hat. „Das sieht jetzt hier sehr trist aus“, sagt Weiß

veröffentlicht am 13.10.2017 um 13:11 Uhr

Hier stand bis Donnerstagmorgen noch der Baum. Foto: KK
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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.Von Seiten der Stadt Bodenwerder kommt schnell Entwarnung: „Das war eine Pflegemaßnahme im Zuge einer Neugestaltung“, erklärt Hans-Joachim Lott, Sachgebietsleiter Bauen und Umwelt bei der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle. Im kommenden Frühjahr werden dann dieses und andere Beete an der Homburgstraße neu bepflanzt. „Vielleicht mit einer Steppenkirsche oder ähnlichem“, verspricht Lott. Auf jeden Fall wird es ein Baum sein, der kleinwüchsiger ist und einen maximalen Kronendurchmesser von 2,50 Meter hat, erklärt der Fachmann.

Der nun abgeholzte Baum war im Jahr 2002 im Zuge der Neugestaltung der Homburgstraße dort angepflanzt worden und „hat sich nach unserer Meinung schlecht entwickelt“, so Lott. Zudem sei er zu groß für das Pflanzbeet gewesen – und nicht geeignet für den Standort, da in der schmalen Straße viel Schatten ist. Zudem wollte die Stadt Problemen mit dem Pflaster vorbeugen; es sollte keine Verdrückungen im Pflaster geben, wie Lott erläutert. Bereits im Frühjahr dieses Jahres habe man diese Maßnahme beschlossen. Dass man bei den Knospen und Blüten der Rosen ein bisschen radikaler vorgegangen sei als vielleicht üblich, sei nicht so schön, „aber die wachsen sofort wieder nach, das schadet ihnen nicht“, erklärt der Sachgebietsleiter Bauen und Umwelt.

Maike-Alida Weiß ist übrigens gerne bereit, die Beete an ihrem Haus zu pflegen; so wie sie es bisher schon immer gemacht hat. Gedulden wird sich die Anwohnerin der Homburgstraße allerdings noch bis zum Frühjahr. Erst dann weiß sie genau, was künftig vor ihrem Haus wächst.

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