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Heimat- und Verkehrsverein erinnert mit hochkarätigem Vortrag an eine herausragende Persönlichkeit der Hochebene

Major Georg Ludwig Korfes – ein Patriot aus Ottenstein

Ottenstein (saw). Zweifels-ohne zählt er zu den herausragenden Persönlichkeiten mit Wurzeln auf der Hochebene: der braunschweigische Major und Artillerieoffizier Georg Ludwig Korfes, am 29. Oktober 1769 in Ottenstein geboren, am 31. Dezember 1810 in Lissabon dem Nervenfieber erlegen. Ein imposantes Denkmal, aufgestellt im Jahr 1910 am Dorfteich, und die nach ihm benannte Straße, an der sein Geburtshaus steht, halten die Erinnerung an eine herausragende militärische Führungspersönlichkeit im von Herzog Friedrich Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg-Oels angeführten Freikorps (der nach ihren schwarzen Uniformen benannten „Schwarzen Schar“) wach.

veröffentlicht am 18.10.2010 um 19:14 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

Ein berühmter Ottensteiner zu Zeiten der Befreiungskriege gegen
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Zu Zeiten der Befreiungskriege gegen Napoleon bewies Korfes Patriotismus, Tapferkeit und militärisches Geschick, wurde als „militärische Seele der Einheit“ charakterisiert, zum Major befördert und zum Chef des Generalstabes ernannt. Den 200. Todestag Korfes’, der gleichzeitig auch 100. Jahrestag der Denkmal-Setzung ist, nimmt der Heimat- und Verkehrsverein zum Anlass, um den berühmten Ottensteiner wieder einmal ins Blickfeld zu rücken – und lädt am Samstag, 30. Oktober, ab 14 Uhr zu einem Vortrag ins Kompetenzzentrum ein. Es referiert Hans-Henning Kupferschmidt aus Hildesheim, nach eigenen Worten ein „bekennender Braunschweiger“ und bestens mit Leben und Wirken des Georg Ludwig Korfes vertraut.

Kupferschmidt wird insbesondere den 550 Kilometer langen, 18 Tage dauernden legendären Marsch durch Mittel- und Norddeutschland in den Mittelpunkt stellen, zu dem der Herzog mit seiner „Schwarzen Schar“ am 20. Juli 1809 in Schleiz (Böhmen) aufgebrochen war. Zu dieser Zeit hatte Österreich, an dessen Seite der „Schwarze Herzog“ nach der Niederlage Preußens in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt (1806) und damit dem Ende des Herzogtums Braunschweig zunächst kämpfte, einen Waffenstillstand mit Frankreich geschlossen. Darauf ersann der Herzog den gewagten Plan, sich mit seinem 2000-Mann-Korps von Sachsen zur Nordsee durchzuschlagen, um sich den Engländern anzuschließen und weiter gegen Napoleon zu kämpfen.

Der Referent hat diesen Rückzug 200 Jahre später nachvollzogen und jene Stätten besucht, an denen die „Schwarze Schar“ biwakte, sich gegen ihre Verfolger zur Wehr setzte und schließlich die rettende Nordsee erreichte. Mittels Lichtbildervortrag wird er an diese kurze, aber ereignisreiche Episode erinnern. Eine Kaffeepause ist von 15.15 bis etwa 16.15 Uhr geplant. Besonderer Blickfang dürften Mitglieder der „Darstellergruppe Herzoglich Braunschweigisches Feldkorps e.V.“ sein, die in der Uniform der „Schwarzen Schar“ auftreten werden: dem schwarzen Rock mit hohem Stehkragen und dem Tschako mit silbernem Totenkopf und schwarzem Rossschweif.



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