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Masterplan für Grundschulen – Samtgemeinderat Bodenwerder-Polle setzt Arbeitsgruppe ein

Lösung nur gemeinsam mit Eltern und Lehrern

Bodenwerder-Polle (fhm). Wie sieht die Schullandschaft der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle in Zukunft aus? Welche Schulen wird es dort in 20 Jahren überhaupt noch geben? Vor diesen Fragen standen die Mitglieder des Samtgemeinderates Bodenwerder-Polle in ihrer jüngsten Sitzung. Einerseits suchten sie nach einer generellen Lösung, andererseits mussten sie sich gegenüber dem Landkreis Holzminden äußern, der einen neuen Schulentwicklungsplan aufstellen will; noch im Oktober sollten sich die Samtgemeinden dazu äußern.

veröffentlicht am 14.10.2010 um 19:29 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Während die weiterbildenden Schulen in der Hand des Kreises liegen, sind die Grundschulen in Zuständigkeit der Samtgemeinde. SPD-Fraktionschef Wilhelm Brennecke sieht aber dennoch die Samtgemeinde in der Pflicht, Stellung zu nehmen, auch zu den Schulen des Kreises. „Wir brauchen ein Gesamtschulangebot“, nannte er seine Hauptforderung. Die vom Kreis geplante organisatorische Zusammenlegung von Haupt- und Realschule Bodenwerder sei wohl nicht zu vermeiden. Im Sinne der Solidarität innerhalb der Samtgemeinde forderte er die Poller auf, Schulangebote in Bodenwerder wahrzunehmen.

Der Handlungsbedarf beim Thema Schule sei gegeben, unterstrich CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Wiemann. Allein die Tatsache, dass die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle bis zum Jahr 2025 ein Viertel aller Einwohner verliere, zeige die Dramatik. Schon jetzt gebe es Grundschulen innerhalb der Samtgemeinde, in denen Kinder jahrgangsübergreifend inKombiklassen unterrichtet werden. Auch dies sei ein Indiz. Wichtig sei, dass man gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer Lösung suche und keine Schnellschüsse wage.

Helmut Raabe, Sprecher der UWG-Fraktion, unterstützte das Einvernehmen bei der Suche nach einer Lösung. Er lobte die Idee des Samtgemeindeausschusses, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die Lösungen gemeinsam mit Pädagogen und Eltern suchen soll. „Es ist wichtig, dass alle Beteiligten daran mitarbeiten.“ Außerdem, so machte Raabe deutlich, bedürfe es sorgfältiger Diskussionen und Überlegungen, um zum Ziel zu gelangen. Samtgemeindebürgermeister Joachim Lienig erinnerte die Ratsmitglieder daran, dass es acht Grundschulen im Bereich der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle gebe: Bodenwerder, Halle, Hehlen, Heinsen, Heyen, Kirchbrak, Ottenstein, Polle. Die vier Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Brennecke (SPD), Matthias Wiemann (CDU), Helmut Raabe (UWG) und Andreas Kretschmar (Grüne) sollen die Arbeitsgruppe bilden, die einen „Masterplan für Grundschulen“ aufstellt. Welche Grundschulen künftig zur Verfügung stehen, welche Standorte genutzt werden und wie die Angebote strukturiert werden können, sollen von der Arbeitsgruppe geklärt werden. Dabei, so Lienig, solle diese Arbeitsgruppe zunächst die Grundlagen ermitteln und dann in vielen Gesprächen auch mit Lehrern und Eltern Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Der Masterplan selbst soll dann zur endgültigen Abstimmung dem Samtgemeinderat vorgelegt werden.

Die Grundschulen in Hehlen und Halle (unten) – wie lange sind sie noch zu halten? Fotos: ll/dy

Die Stellungnahme an den Landkreis sollte nach dem Wunsch des Samtgemeindebürgermeisters einerseits das Vorhaben „Masterplan für Grundschulen“ ankündigen, andererseits sollten aber auch deutliche Forderungen in Richtung Kreis formuliert werden: So wird der Erhalt der Förderschule genauso gefordert wie die Einrichtung einer Gesamtschule. Bei allen Fraktionen fand der Vorschlag Lienigs Unterstützung. Einstimmig wurden das Einsetzen der Arbeitsgruppe und die Stellungnahme in Richtung Holzminden beschlossen.



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