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„First Class Security“ im Einsatz

Lichterfest in sicheren Händen

BODENWERDER/HAMELN. Der Umgang mit heiklen Situationen steht für den Sicherheitschef von First Class Security Hameln (FCSH), Oliver Robertson, auf der Tagesordnung. Mit einer zweistelligen Zahl an Personen wird die FCSH auch beim Lichterfest in Bodenwerder in der kommenden Woche auftreten. Dort sorgen sie für einen sicheren Ablauf.

veröffentlicht am 10.08.2017 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 10.08.2017 um 18:30 Uhr

Oliver Robertson und sein Team sorgen für Sicherheit. Foto: privat
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Robin Mai Reporter
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Am frühen Abend kommt ein volltrunkener Mann zu einem Zeltfest. Der junge Mensch kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Deshalb stoppt ihn das Sicherheitspersonal am Eingang und schickt ihn weg. „Pass lieber auf, mein Freund, ich kenne deinen Chef“, antwortet der Betrunkene. Wenn die Security ihn nicht einlasse, werde er den Leiter der First Class Security Hameln (FCSH), Oliver Robertson, anrufen. Der kräftige Sicherheitsmann behält die Ruhe – und erklärt dem jungen Mann, dass Oliver Robertson bereits vor ihm steht.

Der Umgang mit heiklen Situationen steht für den Sicherheitschef auf der Tagesordnung. Mit einer zweistelligen Zahl an Personen wird die FCSH auch beim Lichterfest in Bodenwerder in der kommenden Woche auftreten. „Beim Lichterfest erwarten wir eine entspannte Atmosphäre mit wenig körperlichen Auseinandersetzungen“, sagt Robertson. Falls sich ein Konflikt aber doch einmal nicht vermeiden lasse, rät der Experte von Selbstjustiz ab. Lieber solle man versuchen den Streitpartner zu ignorieren oder sofort das Sicherheitspersonal aufsuchen. Diese seien extra für den Umgang mit Stresssituationen geschult.

An seine Mitarbeiter stellt Robertson verschiedene Anforderungen: Zuverlässigkeit im traditionellen Sinne, aber auch ein lupenreines Führungszeugnis. Außerdem setzt er psychische und physische Belastbarkeit bei seinen Mitarbeitern voraus. Securitys müssten damit rechnen, dass sie von Betrunkenen beleidigt oder angespuckt würden. Auch im Fall einer Auseinandersetzung müsse man körperlich fit genug sein, um die Oberhand zu behalten. „Es gibt keine bestimmten Richtlinien an Körpermaßen für diesen Beruf“, erklärt Robertson. So könne auch ein 1,70 Meter großer Bewerber Security-Mann werden, solange er sich durchsetzen kann.

Zu all diesen Kriterien wünscht sich der Sicherheits-Chef Flexibilität. „Es gibt neben dem klassischen Türsteher-Klischee auch andere Bereiche, in denen wir arbeiten.“ Die FCSH bietet neben Veranstaltungsschutz auch Objekt- und Personenschutz an.

Robertson weiß, dass sein Beruf mit vielen Klischees beladen ist. Oft werde die Security zum Feindbild von Betrunkenen. Nach einer Menge an Provokationen könne auch der Gelassenste handgreiflich werden. Sonderrechte haben Security-Leute aber nicht. „Wir berufen uns auf das Jedermannsrecht“, erklärt Robertson. Es steht allen sich in Deutschland aufhaltenden Personen zu. Dazu gehören unter anderem Notwehr, Selbsthilfe und ein vorläufiges Festnahmerecht. Außerdem überträgt der Veranstalter meistens das Hausrecht an die Security, sodass diese unerwünschten Gäste notfalls auch durch Körpereinsatz nach draußen befördern können.



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