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Fördergelder aus Berlin für Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen

Landkreis Holzminden wird Modellregion

Kreis Holzminden. „Lebensqualität erreichbar machen“ – unter diesem Motto ist der Landkreis Holzminden jetzt zu einer Modellregion auserkoren worden. Deutschlandweit werden 19 ländliche Regionen am Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ teilnehmen.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:56 Uhr

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Autor:

Henry Griesefell
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Mit dem Projekt möchte der Landkreis langfristig die Versorgung für Menschen verbessern, deren Wohnorte verhältnismäßig wenig Infrastruktur bieten, die gleichzeitig aber Schwierigkeiten haben, Orte mit besseren Versorgungsmöglichkeiten zu erreichen. Das Projekt läuft zweieinhalb Jahre bis Mitte 2018.

Im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wurde der Landkreis Holzminden jetzt in Berlin für seine Projektbewerbung ausgezeichnet. Dazu nahm Hans-Joachim Scholz, Dezernent für Bildung und Kreisentwicklung, zusammen mit Jessica Switala, Regionalplanerin des Landkreises, eine Urkunde entgegen. Diese Urkunde aus der Hand von Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ist ein Versprechen auf rund 350 000 Euro Fördermittel für den Landkreis. Nun kann der Landkreis Holzminden Fördermittel beantragen und wird dazu Anfang Januar die Projektplanung beim Bundesministerium vorlegen.

Auch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär des Verkehrsministeriums, gratulierte insbesondere den drei Kreisen seines Bundeslandes Niedersachsen. Neben Holzminden sind auch die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven im Modellvorhaben dabei.

Jede der 19 zukünftigen Modellregionen hat einen anderen Schwerpunkt gewählt. Das wird die Ergebnisse des Modellvorhabens spannend und nachahmenswert, eben „modellhaft“, machen. Übergeordnetes Ziel ist es, eine ortsnahe Versorgung mit öffentlichen und privaten Dienstleistungen zu sichern, und das zusammen mit einer bedarfsgerechten Mobilität. Da sich die Menschen bei ihrer täglichen Versorgung kaum an den Gemeindegrenzen orientieren, sondern sich in den Städten und Orten versorgen, die sie am besten erreichen können, sollen im Modellvorhaben sogenannte „Kooperationsräume“ betrachtet werden. Diese Kooperationen bilden sich um die Grundzentren und um weitere größere Orte des Landkreises Holzminden, da diese Orte bereits einen herausgehobenen Auftrag für die Nahversorgung ihrer umliegenden Orte einnehmen, wie hervorgehoben wird. Die Versorgungsangebote sollen gestärkt werden, untereinander besser vernetzt werden und auch ohne eigenes Auto besser erreichbar sein.

Das Projekt ist in die Kreisentwicklung eingebunden. Der Nahverkehrsplan und das Regionale Raumordnungsprogramm, das Vorgaben zur räumlichen Struktur der Daseinsvorsorge-Angebote macht, werden wichtige Grundlagen liefern. Auch an Projekte aus dem sozialen Bereich wird angeknüpft.

Auch thematisch verwandte Projekte der Gemeinden sollen eingebunden werden; diese sollen bewusst voneinander profitieren, sich gegenseitig stärken. Mit dem Modellvorhaben Versorgung und Mobilität schlägt der Landkreis eine Brücke zwischen verschiedenen Projekten, die sich mit den Standorten und der Erreichbarkeit von Daseinsvorsorge befassen.

Mit den rund 350 000 Euro Fördermitteln können alle Dinge und Tätigkeiten finanziert werden, die der Landkreis durch das Projekt zusätzlich einsetzen wird: darunter eine Person, die das Projekt koordiniert, vor allem aber auch inhaltliche Untersuchungen zu Mobilitäts- und Versorgungsangeboten und zu den Bedürfnissen vor Ort. Es wird beispielsweise auch thematische Workshops geben, um diejenigen aktiv einzubinden, an die sich spezielle Versorgungsangebote richten.



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