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Wasser überflutet Straßen und Promenade / Experten rechnen nicht mit Verschärfung der Lage

Land unter an der Weser

BODENWERDER/HAMELN. Der steigende Pegelstand der Weser macht sich bemerkbar. In Bodenwerder steht die Weserpromenade zum größten Teil unter Wasser, zwischen Heyen und Bodenwerder ist die Straße gesperrt und auch in Linse musste die Feuerwehr ausrücken, weil ein Bach über die Ufer getreten war.

veröffentlicht am 04.01.2018 um 19:05 Uhr
aktualisiert am 05.01.2018 um 08:54 Uhr

Das Wehr an der Hamelner Weserbrücke ist überflutet. Foto: Dana
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Ein bisschen erinnern sie an einen Besuch am Meer, die leichten Wellen, die in Bodenwerder auf den Gehweg an der Weserpromenade schwappen. Zumindest dort, wo noch Gehweg zu sehen ist. Denn an weiten Teilen der Promenade heißt es bereits Land unter. Während die Statue aus der Sage um den Baron von Münchhausen und seines halben Pferdes immer weiter in der Weser versinkt, schauen ab und an neugierige Passanten auf das Wasser und machen Fotos.

Doch nicht nur in Bodenwerder macht sich der steigende Wasserstand bemerkbar. In Linse ist die Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag im Einsatz gewesen, um einige Gebäude vor Wassereinbruch zu bewahren. Dort ist der Spüligbach über die Ufer getreten und hat im Bereich „In der Masch“ die Straße überflutet. Sandsäcke sollten die Hauseingänge vor drohendem Wassereinbruch schützen.

Zwischen Heyen und Bodenwerder ist die Straße (K 10) wegen Hochwassers gesperrt. Der Landkreis gibt als Umleitung den Weg über die Weserbrücke zwischen Daspe und Hehlen an oder alternativ die Streckenführung über Halle.

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Zwischen Heyen und Bodenwerder ist wegen des Hochwassers kein Durchkommen. Foto: ms

In der Altstadt von Bodenwerder, in unmittelbarer Nähe zum Wasser, blicken die Anwohner dem erhöhten Weserstand zumindest gelassen entgegen. „Angst vorm Hochwasser hat hier eigentlich keiner“, sagen Reinhard Martens und Anton Dähler. „Das haben wir schon öfter mitgemacht, das ist schon Routine“, meint auch Karl Hahn. Er erinnert sich, als das Weser-Wasser vor fünfzehn Jahren 60 Zentimeter hoch in seiner Garage stand, aber „das fließt auch wieder ab“, sagt Hahn gelassen und räumt vorsorglich schon die gelagerten Gegenstände aus seiner Garage.

Information

Pegel in Hameln bei 5,30 Meter

Innerhalb von 24 Stunden stieg der Pegelstand der Weser in Hameln-Wehrbergen um 99 Zentimeter. Am Donnerstagvormittag lag der Pegel bei 5,20 Meter, wie Ralph Schwekendiek, stellvertretender Leiter der Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Hameln mitteilte. Bereits 5,30 Meter waren es dann um 16 Uhr – Trend gleichbleibend. Vom Wehr war da schon nichts mehr zu sehen. Der Schiffsverkehr wurde eingestellt. Ab 4,65 Meter gilt auf der Oberweser ein Fahrverbot. „Wir rechnen nicht mit einer Verschärfung der Lage“, sagte Herma Heyken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Noch gäbe es entlang der Weser nur Ausuferungen in land- und forstwirtschaftlichen Flächen. Aus der am Donnerstag zu 78 Prozent gefüllten Edertalsperre fließen derzeit 60 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab. Sollte der Pegel der Weser fallen, können es ab Sonntag auch 80 Kubikmeter sein, so ein Experte.



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