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Kreative wollen Bodenwerder eine „Mehrgenerationenwand“ verschaffen

Kunstprojekt ganz neuer Art

veröffentlicht am 18.09.2016 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 13.09.2017 um 15:25 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße
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BODENWERDER. Statt Wolle und Häkelnadel jetzt Spraydose, Pinsel und Acrylfarbe: Zügig nach Abschluss der großen Schwarmkunst-Aktion für die Innenstadt folgt „Bodenwerder wird bunt 2.0“. Das Projekt: An der Fassade des Jugendzentrums Klex entsteht die weltweit erste Mehrgenerationenwand.

Künstlerisch umgesetzt werden sollen hier Ideen und Gedanken zum Thema „Zukunft Bodenwerder: Meine Wünsche für die Stadt“. Wer mitmachen möchte, sollte sich rasch und verbindlich unter per E-Mail an kaleidoskop@buchhagen. org anmelden und zum Treffen am Mittwoch, 21. September, um 18 Uhr im Klex erscheinen. „Vor allem Jugendliche möchten wir mit diesem Aufruf ansprechen“, sagt Mansha Friedrich. Der erfahrenen Künstlerin schwebt eine etwa 30-köpfige Runde vor, in der alle Generationen ab 12 Jahren vertreten sind. Mehreren Treffen zur Ideensammlung und Skizzenfertigung soll am 6., 7. und 8. Oktober das Malen und Sprayen an den ebenerdigen Außenwänden des Gebäudes an der Rühler Straße folgen.

„Ich freue mich, dass wir so viele sind“, eröffnete Mansha Friedrich den ersten Infoabend im Klex. Neben einigen Kindern und Jugendlichen waren der Einladung von Münchhausenstadt und Kulturmühle mehrere Teilnehmerinnen der Strickaktion gefolgt, außerdem zwei mehrfach prämierte Pflastermalerinnen und einige Interessierte. Wie schon bei der Strick- und Häkelaktion wird die Senioren- und Betreuungseinrichtung „Haus Weseraue“ mit von der Partie sein; ihr Leiter Lars Rhode kündigte die Teilnahme von drei Bewohnern an. Um speziell die Jugend noch einmal anzusprechen, wurde eine Kontaktaufnahme zur Oberschule vereinbart.

Mansha Friedrich, deren künstlerische Wurzeln in der Graffiti-Szene liegen, setzt sich gegen illegales Sprayen ein und gibt zu diesem Thema Workshops an Schulen. „Streetart, das ist viel mehr als Graffiti“, betont die Künstlerin. „Wir wollen die Wände des Jugendzentrums nicht mit Tags (Signaturen-Graffiti) besprühen, sondern mit einer Idee, einem Konzept und Know-how gestalten.“ In ihrer Theorie-Einführung zeigte Friedrich einige farbintensive Arbeiten meist südamerikanischer Künstler. Wesentliche Elemente seien eine großflächige Farbigkeit, geometrische Formen, oftmals politische Aussagen, das Spiel mit Mustern oder auch romantischen Elementen wie Zweigen, Blumen und Ranken. Wichtig auch für die Arbeit an den Klex-Wänden: „Das Kunstwerk soll von Weitem effektvoll wirken.“

Bei der si Ideensammlung unter dem Aktionsmotto „Meine Wünsche für die Stadt“ kam eine lange Liste mit Stichworten zusammen: viele zufriedene Gesichter unterschiedlicher Nationalität, Jung und Alt in Harmonie, der Löwe als Symbol der Kraft, auch Glück, Natur, Blau und Grün als Farben der Landschaft, sportliche Aktivitäten wie Fußball und Skaten, die Weser als verbindendes Element. Rasch war man sich einig, das seit Jahren vertraute „Klex“-Graffiti zu erhalten. An diesem Motiv hänge das Herz vieler Generationen von Besuchern, so die einhellige Meinung. Im Zuge der künstlerischen Fassadengestaltung werde die Arbeit eine Auffrischung erfahren, ansonsten aber unverändert bleiben. Wen die Stichwortsammlung zu ersten Skizzen inspiriert, der ist eingeladen, das Ergebnis zum nächsten Treffen mitzubringen. Diese Zusammenkunft am 21. September markiert quasi den Startpunkt der Aktion – ab dann wird es kreativ.



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