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Nach Weggang von Dierk Stelter fehlen Perspektiven / „Nacht der leisen Töne“ am 8. November noch gesichert

„Kultini“ steht vor dem endgültigen Aus

Bodenwerder. Aufhören zu einem Zeitpunkt, wo „Kultini“ für unvergessene Open-Airs an der Weser und die künstlerisch hochklassige Veranstaltungsreihe „Nacht der leisen Töne“ mit bester Publikumsresonanz steht? Oder versuchen, mit einem personell veränderten Vorstandsteam an alte Erfolge anzuknüpfen und neue Akzente zu setzen? Die Frage nach der Zukunft ihres aktuell 15 Mitglieder zählenden Kunst- und Kulturvereins bewegt die „Kultinis“ nicht zum ersten Mal. Knappste Finanzmittel und eine dünne Personaldecke ließen seit Jahren manche Veranstaltung und so manche Vorstandswahl zu einem Balanceakt werden. Jetzt muss ein zukunftsfähiges Konzept her, denn der langjährige Vorsitzende Dierk Stelter wird 2014 den Vorstandstisch verlassen. Ergebnis der jüngsten Hauptversammlung im „Haus Hubertus“: Man will „Kultini“ nicht sterben lassen.

veröffentlicht am 14.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Dierk Stelter und „Kultini“: In der überschaubaren Kulturszene der Region sind Verein und Person untrennbar miteinander verbunden. Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes im Jugendzentrum „Klex“ (wir berichteten) wird der 48-Jährige in Kürze einen Schlussstrich unter das „Kapitel Bodenwerder“ ziehen. Ab Herbst übernimmt der Kirchenkreisjugenddiakon neue Aufgaben im Südkreis. „Ich mache einen Schnitt und werde mich dem kulturellen Leben im Raum Beverungen zuwenden“, lässt Stelter keinen Zweifel an seinem Entschluss.

Dass es die 2013er Ausgabe der „Nacht der leisen Töne“ am 8. November noch geben wird, liegt vor allem an einer Initiative von Thomas Greef. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Sparkasse Bodenwerder, die maßgeblicher Sponsor der Veranstaltung ist, hatte kürzlich den „Kultini“-Vorstand und Susanne Lämmerhirt an einen „runden Tisch“ gebeten – und erreichen können, dass Dierk Stelter von dem Plan abrückte, bereits 2013 sein Amt zur Verfügung zu stellen. Dieses Signal veranlasste Liedermacher Werner Lämmerhirt und Gattin Susanne, ihre musikalische wie organisatorische Unterstützung für eine weitere „Leise Nacht“ zuzusagen. Vor allem ihren langjährigen, intensiv gepflegten Kontakten, etwa in der Kulturszene Berlins, ist es zu verdanken, dass hochkarätige Musiker und Entertainer anderer Genres für Kleinstgagen ins Lennetal kommen. Die Lämmerhirts haben aber auch deutlich gemacht, dass mangels Vertrauen in das übrige „Kultini“-Team das Ende der Ära Stelter gleichzeitig das Aus der Veranstaltungsreihe „Nacht der leisen Töne“ bedeute.

Kassenwart Gerd Preine gab zu bedenken, dass „Kultini“ in der Vergangenheit auch andere Veranstaltungen durchgeführt habe und durchaus eigene Kontakte in die nationale Musikerszene pflege. „Einen Verein aufzulösen ist einfacher als einen neuen zu gründen“, so seine Meinung. Skeptiker verwiesen jedoch darauf, dass nach der letztjährigen Hauptversammlung durchgeführte Aktivitäten zur Belebung des Vereins- und des regionalen Kulturlebens weder bei den Mitgliedern noch bei Außenstehenden auf wahrnehmbares Interesse gestoßen seien.

Werner Lämmerhirt saw

Aus den Reihen des Vereins wurde auf die Existenz weiterer Kulturinitiativen in der Region (etwa Kaleidoskop in Buchhagen, Kulturförderverein in Ottenstein, Kulturinitiative Ilsetal in Esperde) verwiesen, die möglicherweise an einer Fusion interessiert seien oder bei einer Vereinsauflösung „heimatlose Kultinis“ sicherlich mit offenen Armen aufnehmen würden.

Ob es Interesse an einer Fortführung des Kunst- und Kulturvereins „Kultini“ gibt, soll bei einem Treffen am Montag, 20. Mai, ab 19 Uhr in der Münchhausen-Stube diskutiert werden. Einladen sind die Mitglieder und alle an Kultur interessierten Bürgerinnen und Bürger.saw



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