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Gemeindebrandmeister Damrau weist auf Vorteile und gesetzliche Bestimmungen für Rauchmelder hin

Kleine Dose mit großer Wirkung

Bodenwerder-Polle. Nicht nur jetzt im Winter mit seinen Holzöfen, romantisch brennenden Kerzen und den leidigen Feuerwerkskörpern entstehen in Wohnungen immer wieder Schadenfeuer, die unbemerkt brennen. So erst unlängst in Scharfoldendorf, wo ein Kamin eine Gaststube in Brand steckte. Oder im vergangenen Frühjahr, als ein in einen Abfallsack entleerter Aschenbecher eine Küche in Flammen aufgehen ließ. In Hehlen stand aus unerklärlichen Gründen im Obergeschoss eines Wohnhauses ein Zimmer in Flammen. Bei einem Wohnungsbrand in Daspe mussten Bewohner mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus nach Hameln gebracht werden. In allen Fällen waren keine Rauchmelder installiert. Personen- und hohe Sachschäden waren die Folge.

veröffentlicht am 16.01.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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„Rauchmelder können größere Schadenfeuer verhindern und sogar Leben retten!“ Dieses Argument taucht immer wieder auf, wenn sich Verantwortliche für den Brandschutz für die flächendeckende Einführung der kleinen elektrischen Melder starkmachen. Und auch die Feuerwehren in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle haben bereits in verschiedenen Aktionen die Einwohner in den Orten hierauf hingewiesen und aufgeklärt. Bereits vor einigen Jahren ist Kirchbraks Ortsbrandmeister Jens Heinemeyer von Haus zu Haus gegangen und hat für den Einbau der Warngeräte geworben.

Auch Gemeindebrandmeister Andreas Damrau unterstreicht die Wichtigkeit von Rauchwarn-Systemen. „Der Vorteil von Rauchmeldern ist ganz klar der Weckeffekt! Sie warnen, insbesondere auch im Schlaf, mit ihrem lauten Alarmton rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschaffen den Bewohnern den nötigen Vorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen und über den Notruf 112 die Feuerwehr zu holen.“ Denn auch die freiwilligen Helfer wünschen sich, dass sie rechtzeitig alarmiert werden, bevor ein Zimmer oder eine Wohnung im Vollbrand steht und es unter Umständen Verletzte gibt oder Tote zu beklagen sind.

Doch in welchen Räumen müssen überhaupt Rauchmelder angebracht werden? Auch hier kann Gemeindebrandmeister Andreas Damrau genaue Auskunft geben: Die Niedersächsische Bauordnung regelt bei uns die Rauchmelderpflicht. So müssen in Niedersachsen alle Neubauten bereits ab 1. November 2012 – hier gilt das Datum der Fertigstellung – mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Hier sind bereits für alle Schlafzimmer, alle Kinderzimmer und alle Flure, die als Rettungswege oder Aufenthaltsräume dienen, Rauchmelder vorgeschrieben. „Im Optimalfall und im eigenen Interesse sollten jedoch Rauchmelder in jedem Raum einer Wohnung angebracht werden“, rät der Gemeindebrandmeister. Für bestehende Wohnungen gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2015, innerhalb der auch diese Räume ebenfalls nachgerüstet werden müssen. Laut der neuen Niedersächsische Bauordnung sind Eigentümer und Vermieter für den Einbau der Rauchmelder, die die Anforderungen der gesetzlichen Rauchmelderpflicht erfüllen müssen, zuständig. Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchmelder müssen laut Landesbauordnung die Mieter sorgen. Dazu gehören die Überprüfung der Funktionsbereitschaft und der Batteriewechsel. Damrau: „Im Idealfall übernimmt der Vermieter die gesetzliche Pflicht zur Wartung der Rauchmelder. Die Wartungskosten können dann über die Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umgelegt werden. Dies muss aber durch den Vermieter schriftlich mitgeteilt werden.“

Gemeindebrandmeister Andreas Damrau zeigt einen Rauchmelder, der in Wohnungen für Sicherheit sorgt (links).

Rund 15 000 Euro Sachschaden entstand bei diesem Wohnungsbrand in Hehlen (unten). gl (2)



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