weather-image
15°
Treten und Beten

Kirche in Hehlen wird als „Radwegekirche“ ausgezeichnet

HEHLEN. Wer in Deutschland schon einmal auf einer Autobahn unterwegs war, wird sicher Schilder mit der Aufschrift „Autobahnkirche“ gesehen haben. Doch nicht nur für Autofahrer wird auf diese Weise ein Ort für Ruhe, Rast und Einkehr geboten, auch an Radwegen gibt es sie – die „Radwegekirchen“. Die Immanuel-Kirche in Hehlen bekommt passend zum Felgenfest am Sonntag, 11. Juni, das Signet verliehen.

veröffentlicht am 09.06.2017 um 20:01 Uhr
aktualisiert am 09.06.2017 um 21:50 Uhr

Pastor Peter Dortmund zeigt, wie das neue Schild aussieht. Es beinhaltet die Kennzeichnungen als „verlässlich geöffnete Kirche“ (blau), „Pilgerkirche“ (orangefarben) und „Radwegekirche“ (grün). Foto: ms
Maike Lina Schaper

Autor

Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Aber was bedeutet das grüne Logo mit dem schwarzen, radfahrenden Strichmännchen und der weißen Kirche darauf eigentlich? Eine „Radwegekirche“ ist wenigstens im Zeitraum von Ostern bis zum Reformationstag frei zugänglich. Vielerorts, wie auch in Hehlen, sind die Kirchen aber auch länger geöffnet. Daneben muss die Kirche natürlich in unmittelbarer Nähe zu einem Radwanderweg liegen. Im Fall der Immanuel-Kirche liegt der Weserradweg nah. Radfahrer können abbiegen und an der Kirche Rast machen. Im Inneren gibt es Wasser in kleinen Flaschen und im gegenüberliegenden Gemeindehaus steht eine Toilette zur Verfügung. Auch Bänke für eine kurze Verschnaufpause sind vor der Kirche zu finden.

Doch was bringt das der Kirche? Den Hinweis könnte der ein oder andere zum Anlass nehmen, die Kirche zu betreten, meint Pastor Peter Dortmund. Egal, ob „aus Neugier, man sich abkühlen möchte oder einfach den Raum angucken“. Das Angebot der Immanuel-Kirche steht dabei natürlich nicht nur für gläubige Christen offen. Jeder kann es nutzen. Die Kirche ist von April bis Oktober von 9 bis 17 Uhr geöffnet und von November bis März in der Zeit von 10 bis 16 Uhr.

Die Immanuel-Kirche ist bereits seit einigen Jahren für Besucher frei zugänglich. Bisher hat darauf bereits das blaue Signet „verlässlich geöffnete Kirche“ hingewiesen. Zu Schäden an der Kirche sei es in der ganzen Zeit bisher nicht gekommen, sagt Pastor Dortmund. „Unsere Aufgabe ist auch dafür zu sorgen, dass die Leute die Kirche besuchen können“, so Dortmund.

Das grüne Bild mit Radfahrer und Kirche dient als einheitliche Kennzeichnung für Radwegekirchen. Foto: Ev.-Luth. Landeskirche Hannover
  • Das grüne Bild mit Radfahrer und Kirche dient als einheitliche Kennzeichnung für Radwegekirchen. Foto: Ev.-Luth. Landeskirche Hannover
270_0900_48011_bowe102_1006.jpg
Foto: ms
  • Foto: ms

Neben der Kennzeichnung als „Radwegekirche“ bekommt die Kirche in Hehlen am Sonntag auch noch ein weiteres Signet der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover verliehen – das der „Pilgerkirche“. Dieses Logo bekommen Gotteshäuser, die nahe an einem Pilgerweg liegen. Hier ist es der Pilgerweg Loccum-Volkenroda.

Information

Radwegekirchen

Neben der Immanuel-Kirche in Hehlen gibt es im Weserbergland noch weitere „Radwegekirchen“:

  • Lutherkirche Holzminden
  • Sankt-Markus-Kirche zu Dölme
  • Münster Sankt Bonifatius Hameln
  • Sankt Martini Hachmühlen
  • Sankt Nicolai Coppenbrügge
  • Johannes-der-Täufer-Kirche Fuhlen
  • Sankt Nikolai Rinteln

Die Immanuel-Kirche

Die Immanuel-Kirche in Hehlen ist eine der frühesten protestantischen Zentralraumkirchen in Deutschland. Sie wurde 1699 erbaut. Die älteste Zentralraumkirche nördlich der Alpen ist der Dom zu Aachen (798), die wohl bekannteste die Frauenkirche in Dresden (1726).



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt