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Sozialausschuss steigt in Planung ein

Kinderkrippe soll in Bodenwerder angeboten werden

Bodenwerder (ul). Über die räumlichen und baulichen Zustände der Kindertagesstätten zur Einrichtung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren informierte sich der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales der Stadt Bodenwerder vor Ort in der ehemaligen Schule in Rühle, in der bis Februar 2007 ein Spielkreis untergebracht war, im städtischen Kindergarten Bodenwerder und im evangelischen Kindergarten in Bodenwerder.

veröffentlicht am 02.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:41 Uhr

Über Raumkapazität für Krippen informierte sich der Ausschuss au
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In der anschließenden Sitzung im Hotel „Deutsches Haus“ berieten die Ausschussmitglieder über die Einrichtung einer altersübergreifenden Gruppe mit fünf Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren im städtischen Kindergarten Bodenwerder als vorläufige Übergangslösung, noch bevor der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder unter drei Jahren realisiert werden kann und der Bedarf dafür ermittelt ist.

Kirche plant einen Neubau

Für die baulichen Veränderungen im städtischen Kindergarten stehen der Verwaltung nach vorläufigen Ermittlungen 5000 Euro pro Platz und damit für die geplanten fünf Plätze 25 000 Euro vom Land zur Verfügung.

Der Ausschuss empfiehlt dem Verwaltungsausschuss, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Änderung der Betriebserlaubnis ab Sommer für eine altersübergreifende Gruppe mit fünf unter Dreijährigen beim niedersächsischen Kultusministerium zu beantragen. Die baulichen Änderungen und die erforderlichen Anschaffungen sind nach Bereitstellung der Haushaltsmittel im zweiten Nachtragshaushalt der Stadt Bodenwerder umzusetzen. Die Kindergartengebühren für Kinder unter drei Jahren sollen analog zu den Gebühren für die über Dreijährigen sein, obwohl der personelle Aufwand höher ist.

Heftig diskutiert wurde im Ausschuss über den Antrag zur Errichtung einer Krippe für 15 Kinder unter drei Jahren seitens des evangelischen Kirchenkreises Holzminden. Die Kirche plant unter Berücksichtigung der vorhandenen Auslastung der Räume des Kindergartens einen Neubau auf dem Gelände vor dem bestehenden Kindergarten in Bodenwerder. Die Kirche kalkuliert Kosten in Höhe von 265 000 Euro ein und pocht auf Investitionskostenförderung seitens des Landes in Höhe von 195 000 Euro. Die restlichen 75 000 Euro will die Kirchengemeinde mit Eigenmitteln und Spenden aufbringen.

Standort Rühle für Eltern zumutbar?

UWG-Ratsfrau Antje Schomburg, die Mitglied des Kirchenvorstandes ist, kritisierte den Plan der Stadt Bodenwerder, die ehemalige Schule in Rühle als möglichen Ort einer frühkindlichen Betreuung (auch Krippe genannt) überhaupt in Erwägung zu ziehen. „Sie können Eltern nicht zumuten, ihre unter Dreijährigen nach Rühle zu bringen, die über Dreijährigen in einen Kindergarten nach Bodenwerder, bevor sie dann zur Arbeit fahren“, argumentierte sie als Gegnerin von altersübergreifenden Gruppen. Samtgemeindebürgermeister Ernst-August Wolf erläuterte, dass nach der kommunalen Selbstverwaltung Kindertagesstätten dezentral in Kirchbrak, Halle, Hehlen und Bodenwerder von kirchlicher oder kommunalen Trägern bestehen. Da der Verwaltung keine klaren Förderrichtlinien zur Umsetzung des ab 2013 gesetzlich verankerten Rechts auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige vorliegen, wird angestrebt, dass die Landesschulbehörde prüfen möge, ob die ehemalige Schule in Rühle für eine Krippe räumlich in Betracht kommt. Da im Keller des Gebäudes die Heizung auch für das anliegende Feuerwehrgebäude untergebracht ist, ist die Dachsanierung aus Sicht der Verwaltung dringend erforderlich. Sämtliches Mobiliar des Spielkreises ist noch vorhanden, wodurch sich eine Krippe dort aus kommunaler Sicht anbieten würde.



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