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Neuer 1500 Quadratmeter großer Spielplatz in Glesse eröffnet / Weiner dankt den Helfern

Kinder entdecken spielerisch die Natur

Glesse (saw). Man kann eine Brücke über den plätschernden Glessebach bauen, in den knorrigen Ästen eines Walnussbaumes herumklettern oder Käfer, Würmer und Schnecken unter Becherlupen ganz genau betrachten. „An diesem idyllischen Plätzchen sind unsere Kinder eingeladen, sich nach Herzenslust auszutoben und so zu spielen, wie es vielleicht ihre Großeltern in ihrer Kindheit getan haben – als es noch gar keine Spielplätze im heutigen Sinne gab.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Manfred Weiner bei strahlendem Sonnenschein den Naturspielplatz im Glessetal. Zur Feier waren auch zahlreiche Kinder aus Glesse, Lichtenhagen und Ottenstein gekommen – die gleich zur Tat schritten, nachdem die offiziellen Worte verklungen waren.

veröffentlicht am 26.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:21 Uhr

Erster Einsatz für die Kinder: Aus den frisch gepflanzten Steckl
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Sie pflanzten jede Menge Weiden-Stecklinge in einem Kreis – „schneller als ihr denkt, wird daraus ein Weidenhäuschen wachsen“, sagte Elke Schmidt. Die Glesserin hatte sich in besonderem Maße für die Realisierung des Projektes stark gemacht.

Mit einer Gesamtsumme von 12 000 Euro ist die Anlage des Naturspielplatzes veranschlagt, den Betrag von 5000 Euro hatte der Flecken Ottenstein im Etat eingestellt. Maßgebliche Förderer sind die Bingo-Umweltstiftung, die Firma Petri und die Gerberding-Stiftung Holzminden. „Außerdem hat sich eine Reihe von Bürgern mit Sachspenden und Arbeitseinsätzen vorbildlich eingebracht“, lobte das Gemeindeoberhaupt.

Das etwa 1500 Quadratmeter große Areal wird zur Straße von einer Hainbuchenhecke abgegrenzt. Im vorderen Bereich gibt es einen Altholzhaufen, eine Sitzecke aus Eichenmöbeln, einen Sand- und einen Steinhaufen. „Hier werden beispielsweise Igel Unterschlupf finden“, erläuterte Elke Schmidt. Auch Obstbäume und Beerensträucher wurden gepflanzt.

Besonderer Anziehungspunkt für die Kinder ist der Glessebach.
  • Besonderer Anziehungspunkt für die Kinder ist der Glessebach.

Die Jugendwerkstatt Holzminden mit Projektleiter Rolf Willer hat ein großes Holzspielgerät mit zwei Türmen, einer Brücke und einer Rutsche gebaut. Besonderer Anziehungspunkt aber ist der Glessebach. Hier versammelte sich am Eröffnungstag rasch eine Gruppe von „Brückenkonstrukteuren“, die sich ihr Baumaterial auf dem Gelände zusammensammelte.

„Die Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen, in Gemeinschaft ausprobieren und erleben“, schwärmte Elke Schmidt, die viele Jahre Ressortleiterin für Freizeit- und Gesundheitssport beim „Turn-Klubb“ Hannover war und in der Landeshauptstadt die Anlage eines sportpädagogisch betreuten Spielplatzes mit Naturerlebnispfad initiiert hat. Der naturnahe, für manchen ordnungsliebenden Betrachter vielleicht etwas „unaufgeräumt“ erscheinende Charakter des Geländes sei ausdrücklich erwünscht. Elke Schmidt: „Kinder wollen nichts Aufgeräumtes. Sie möchten sich von einem Durcheinander inspirieren lassen und eine ganz eigene Ordnung schaffen.“

Neben dem Nachwuchs aus Glesse, Lichtenhagen und Ottenstein sind auch Kindergartenkinder oder Grundschulklassen der Region eingeladen, die Natur als großen Abenteuerspielplatz zu erleben. Das neue Angebot eigne sich gut als Familienausflugsziel oder Platz für die sommerliche Kindergeburtstagspartys, so Bürgermeister Weiner. Gummistiefel nicht vergessen.

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