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Verladeeinrichtung im Kemnader Werk noch im Bau

Kiestransporte erst zum Jahresende

KEMNADE/HEHLEN. Die Schiene ist schon fertig und eigentlich könnten die Züge vom Kieswerk Lammert + Reese aus Kemnade allmählich durch Hehlen fahren. Doch so weit ist es noch nicht. Ein paar Monate wird Hehlen noch frei von Kiestransporten über den Schienenstrang sein.

veröffentlicht am 15.05.2018 um 14:38 Uhr

Über die erneuerten Gleise in Hehlen werden voraussichtlich erst zum Jahresende die ankündigten Kiestransporte aus dem Lammert + Reese-Werk in Kemnade rollen. Foto: ms
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Jörg-Peter Kölling, der Geschäftsführer der mit 50 Prozent an der an Lammert + Reese beteiligten WRM-Reese Unternehmensgruppe, geht davon aus, dass die Züge zum Ende des Jahres über die Strecke fahren werden.

Der Grund dafür, dass noch keine Kieszüge unterwegs sind, liegt im Kemnader Werk von Lammert + Reese. Von dort aus sollen die beladenen Wagons künftig durch Hehlen in Richtung Norden rollen. Doch derzeit werde noch an der Verladeeinrichtung für den Kies im Werk gearbeitet, heißt es von Kölling.

Bis die Kiestransporte rollen, wird es also noch eine Weile dauern. Im Sommer vergangnen Jahres äußerte Kölling noch die Erwartung, dass die Züge jetzt im Frühjahr fahren würden. An der Reaktivierung der ehemaligen Bahnstrecke ist seit Anfang 2017 gearbeitet worden. Die Firma Lammert + Reese hatte die alte VEV-Strecke Emmerthal-Bodenwerder 2015 gekauft, um diese für ihre Kies- und Sandtransporte aus dem Gewinnungsgebiet Kemnade/Hehlen wieder für den öffentlichen Schienen-Güterverkehr nutzbar zu machen. Die Arbeiten streckten sich über mehrere Monate, in denen die gesamte Gleisstrecke zwischen Grohnde und Kemnade einschließlich der Bahnübergänge erneuert worden ist.

Doch, auch wenn noch keine Kieszüge aus dem Kemnader Werk von Lammert + Reese aus starten, ist die Strecke trotzdem nicht gänzlich ungenutzt. Bereits Anfang März hatte der erste Fichtenholz-Transport die Reise über die reaktivierte Bahnstrecke Kemnade-Emmerthal angetreten. Der damalige Gütertransport war die Premiere für die sanierten Gleise. Die WRM-Reese Unternehmensgruppe ist zwar Eigentümerin der Strecke, die Trasse ist nach ihrer Wiedereröffnung jedoch öffentlich und kann gegen Trassengebühr von allen Unternehmen im Umkreis genutzt werden. Die Firma Gebrüder Helmecke GmbH & Co mit Sitz in Bisperode nutzte diese Möglichkeit bereits für ihren Holztransport. Anfang April wurde schon der zweite Güterzug mit 24 Waggons und 1500 Festmetern Friederike-Sturmholz von Grohnde aus auf die Gleisstrecke nach Österreich geschickt. Dort sollte das Windbruch-Fichtenholz aufgearbeitet werden. Heimische Sägewerke hatten hierfür keine Kapazitäten mehr frei. Nach den guten Erfahrungen mit der neuen Grohnder Bahn-Verladestelle plante die Firma Gebrüder Helmecke GmbH & Co, in den nächsten Monaten noch weiteres Sturmholz über die Schiene Richtung Süden abzutransportieren. Danach wolle man zwar wieder mit den heimischen Sägewerken zusammenarbeiten, aber sich künftig auch den neuen Schienenstrang als ergänzende Transport-Option offenhalten.

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