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Ottenstein weiter beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ – als einziger Teilnehmer im Landkreis

Keiner will schöner sein

OTTENSTEIN. Das „Golddorf“ will es wieder wissen und nimmt in dieser Runde erneut am Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Manch einem ist dieser Wettbewerb wohl noch besser unter seinem früheren Namen „Unser Dorf soll schöner werden“ bekannt. Doch schöner oder zukunftsreicher als Ottenstein wollte in diesem Jahr scheinbar niemand sein. Keine andere der fast 70 Ortschaften aus den 32 Gemeinden im Landkreis Holzminden hat sich gemeldet – und so ist Ottenstein kampflos weiter.

veröffentlicht am 27.09.2017 um 16:29 Uhr
aktualisiert am 27.09.2017 um 17:55 Uhr

Auf dem Schild ist Ottensteins früherer Erfolg festgehalten: 2001 war das Dorf Landes- und Bundessieger beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Foto: wfx
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Der Landkreis bestätigt: „Wir haben alle Gemeinden angeschrieben und nachgefragt, ob sie sich am Wettbewerb beteiligen wollen. Es gibt nur die Bewerbung von der Gemeinde Ottenstein.“ Das Örtchen auf der Hochebene ist nun offiziell für den Landesentscheid nominiert.

Bürgermeister Manfred Weiner verkündete die Nachricht vom gewonnenen Wettbewerb ohne eigentlichen Wettbewerb auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Zwar freut man sich in der Gemeinde über das Weiterkommen, doch auch beim Bürgermeister bleibt ein verständnisloses Kopfschütteln zurück: „Ich verstehe meine Kollegen nicht“, sagt Weiner, „so schlimm ist das nicht, beim Wettbewerb mitzumachen.“ Als Botschaft an die anderen Gemeinden stellt er in den Vordergrund: „Man muss nicht gewinnen, man kann auch Erkenntnisse ziehen.“ Aus jedem der Wettbewerbe, an denen Ottenstein in seiner Zeit als Bürgermeister teilgenommen hat, habe man gelernt.

Bereits in der vorherigen Runde hat Ottenstein beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Landesebene punkten können und „Anerkennungen für besondere Leistungen“ bekommen – sprich „für die ausgeprägte, beispielgebende Planungskultur sowie die ausgezeichnete Vorbereitung und Herangehensweise beim Seniorenwohnprojekt“. Und wenn es auch nicht der große Sieg war, so gab es wenigstens Urkunde, Plakette und ein Preisgeld von 2000 Euro. Den großen Sieg hat Ottenstein 2001 eingefahren, als es im Bundeswettbewerb die Goldmedaille holte sich damit die Bezeichnung „Golddorf“ verdiente.

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