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Erst mal bleibt‘s wie es ist

Keine Neuerung fürs Innenstadtpflaster in Sicht

BODENWERDER. Austauschen, verfugen oder soll alles doch so bleiben, wie es ist? Im Moment sieht es nach Letzterem aus. Beim Thema Holper-Pflaster in der Innenstadt ist man sich in der Politik schon seit Jahren uneins.

veröffentlicht am 28.08.2018 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 28.08.2018 um 20:17 Uhr

Weil sich die Kommunalpolitiker bisher nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnten, bleibt das Innenstadtpflaster, wie es ist. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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In der jüngst geführten Debatte wollten die einen das Pflaster am liebsten austauschen lassen und mit neuen Platten den Bereich des Wochenmarktes ebnen (SPD), die anderen wollten die tiefen Rillen zwischen den vorhandenen Pflastersteinen in einer kostengünstigeren Lösung vom Bauhof auffüllen lassen und die Fläche damit begehbarer machen (CDU).

Doch die politischen Kräfte sind in Rat und Ausschüssen der Münchhausenstadt recht gleich verteilt. So kam es, dass das Pflaster-Thema in diesem Jahr bereits seinen Weg durch Bau-, Verwaltungsausschuss und Rat nahm und am Ende ein Patt stand. Weder auf eine Erneuerung noch auf eine Verfugung konnten sich die Politiker wirklich einigen. Nun ist erst mal ein halbes Jahr Pause, bis das Thema von einer der Fraktionen erneut auf die politische Tagesordnung gesetzt werden könnte.

Doch wie denken die Politiker in der Zwischenzeit über das Thema? Der Ratsbeschluss mit dem Patt wurde vor den Sommerferien gefasst und liegt mittlerweile zwei Monate zurück. Für Rudolf Hansmann, den Fraktionsvorsitzenden der SPD steht aktuell fest: „Wir setzen das Thema nicht mehr auf die Tagesordnung.“ Er sei vor kurzem an der Küste gewesen und habe dort die Beobachtung gemacht, dass sich über derartiges Pflaster dort nicht aufgeregt werde. Wenn man eine historische Altstadt habe, müsse man auch zu diesem Pflaster stehen.

„Ich denke mal, da wird sich vorläufig nichts tun“, sagt Hansmann zu den Aussichten in der langwierigen Pflaster-Debatte. „Wir haben jetzt wichtigere Dinge, die geklärt werden sollen“, so der Politiker und listet auf: „Promenade, Strandhotel, Wohnmobilstellplatz – es gibt noch viel zu tun.“

Die ewige Pflaster-Diskussion sei mittlerweile eine Provinz-Posse, ärgert sich Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU). Nachdem die SPD das Thema zum Bauausschuss im März auf die Tagesordnung hat setzten lassen mit dem Ansinnen, das Kopfsteinpflaster im Bereich des Wochenmarktes zu ersetzen, wurde nach einer zwischenzeitlichen Diskussion im Verwaltungsausschuss schließlich im Rat entgegengesetzt über eine Verfugung des Pflasters debattiert. Dies fand keine Mehrheit, und die Abstimmung endete wie erwähnt in einem Patt. „Das Ergebnis ist nicht hilfreich“, sagt Schmidt. „Sinnvoll wäre es tatsächlich, die Fraktionen würden sich zusammensetzen und auf eine pragmatische Lösung einigen.“ Die Hoffnung habe er zumindest noch nicht verloren.



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