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Leserin bemängelt Öffnungszeiten des Info-Büros

Keine Hilfe für Touristen?

BODENWERDER. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und Touristen. So sollte es sein in Bodenwerder. Auch am Wochenende. Aber genau dann, wenn viele Leute Zeit haben, einen Ausflug in die Münchhausenstadt zu unternehmen, ist die Tourist-Information geschlossen, bemängelt eine Bodenwerderanerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Die Einheimischen würden von den Touristen oft mit der Bitte um Auskunft angesprochen, eine Aufgabe, für die eigentlich die Infostelle da ist, findet unsere Leserin. Und immerhin sei deren Unterhalt auch durch Gewerbetreibende und Übernachtungsgäste in Bodenwerder mitgetragen.

veröffentlicht am 20.06.2017 um 19:14 Uhr
aktualisiert am 20.06.2017 um 20:50 Uhr

An dieser roten Telefonzelle sollen sich Touristen in Bodenwerder außerhalb der Öffnungszeiten des Büros informieren.
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Auf Nachfrage unserer Zeitung klärt die Verwaltung zunächst auf – die Tourist-Information in Bodenwerder sei am Wochenende nicht geschlossen, sondern samstags von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet. Wer nun bemängelt, dass zweieinhalb Stunden am Vormittag recht wenig erscheinen, der wird auf das Münchhausenmuseum verwiesen, das an sieben Tagen in der Woche von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist und dessen Personal bei Fragen auch gern weiterhelfe. Nun kommt vielleicht nicht jeder auf die Idee, in einem Museum um Hilfe zu bitten, auch da hat die Verwaltung einen Verweis – auf Infoterminal und rote Telefonzelle, die in der Stadt hängen beziehungsweise stehen. Generell sei das Thema schon öfter besprochen worden, sagt Fred Burkert, Vertreter von Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke. „Das sind klare Kostenfragen, die zu klären sind.“

Ein Vorschlag unserer Leserin war, dass die Zeiten der Tourist-Information im Sommer ausdehnt werden könnten und dafür im Winter reduziert. „Wir haben die Zeiten im Winter schon reduziert“, entgegnet Burkert. „Wir versuchen den Spagat zwischen Bedarf und Kosten hinzubekommen. Es wird den Gästen auf vielfältige Art geholfen.“

Auf weitere Nachfrage erklärt Michael Helmig aus der Verwaltung, wie es im Bereich Tourismus um die Kosten und Einnahmen der Samtgemeinde bestellt ist. Auf der Einnahmenseite stehen etwa 70 000 Euro, die über Fremdenverkehrsbeiträge in die Kasse kommen. Diese stammen von Betrieben, die direkt oder indirekt Vorteile vom Tourismus haben. Daneben kämen noch weitere 70 000 Euro über Kurbeiträge rein, die die Touristen bei Übernachtungen bezahlen. 20 000 kämen über Zuschüsse zu Veranstaltungen. Macht 160 000 Euro auf der Einnahmenseite, die auf der Ausgabenseite dem doppelten, also 320 000 Euro, gegenüber stehen. Damit werde eben beispielsweise die Tourist-Information unterhalten oder es wird Geld ausgegeben für Veranstaltungen oder Werbung.



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