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Kreisschulausschuss berät drei Stunden

Kein Antrag auf gymnasiale Oberstufe möglich

Bodenwerder (ul). Über drei Stunden hat die Diskussion im Kreisschulausschuss über den Antrag gedauert, den der Kreistag der Verwaltung des Kreises Holzminden gestellt hatte, um die Auswirkung einer Gesamtschule im Kreis Holzminden für die einzelnen Schulstandorte zu erörtern. Schließlich wurde über jeden einzelnen Antragspunkt, den die Verwaltung formuliert hatte und der nach Meinung von Landrat Walter Waske (SPD) deutlich abwich von dem Antrag der Mehrheitsgruppe im Kreistag, einzeln abgestimmt. Zwischenzeitlich war die Sitzung unterbrochen worden, um den anwesenden rund 30 Eltern und Bürgern Raum zu bieten, ihre Meinung zu äußern.

veröffentlicht am 18.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

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Mehrheitlich empfohlen wird vom Kreisschulausschuss nun, die Kreisverwaltung damit zu beauftragen, folgende Eckpunkte und Schulerrichtungsvarianten auf ihre Genehmigungsfähigkeit zu prüfen und mit dem Kultusministerium oder der Landesschulbehörde zu sprechen über:

die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bodenwerder oder an einem anderen Standort.

die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Bodenwerder oder an einem anderen Standort im Landkreis Holzminden.

die jeweiligen Auswirkungen der oben genannten Schulformen auf die gesamte Schulstruktur im Landkreis Holzminden sind zu betrachten unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels. Bis zur nächsten Kreisschulausschusssitzung am 29. April sollen die Eltern von der Verwaltung über die Schulformen IGS und KGS informiert werden und bis zum 29. April soll der Entwurf der Elternbefragung seitens der Verwaltung fertig sein und vorliegen.

Mehrheitlich abgelehnt, weil dafür keine Aussicht auf Erfolg seitens der Genehmigung besteht, wurden die Antragspunkte der Mehrheitsgruppe CDU/FDP/UWG über die Einrichtung eines weiteren, eigenständigen Gymnasiums für den Nordkreis bei Neuzuschnitt der gymnasialen Schulbezirke sowie die Einrichtung von Außenstellen oder Nebenstandorten von Gymnasien sowie die Einrichtung einer separaten gymnasialen Oberstufe im Einzugsbereich Bevern, Bodenwerder, Eschershausen oder Stadtoldendorf.

Das Schulzentrum Bodenwerder beispielsweise kann nicht auf Haupt- und Realschule eine eigenständige gymnasiale Oberstufe aufbauen, weil dann die gymnasialen Grundklassen fehlen. „Ebenso ist es vom Kultusministerium bisher nicht zulässig, eine dauerhafte Nebenstelle eines bestehenden Gymnasiums an einem anderen Schulstandort zu errichten“, erläuterte Hermann Schütte vom Schulamt Holzminden. Kreisschulausschussvorsitzender Eckard Jungk (SPD) war sehr darum bemüht, den anwesenden Eltern Gehör zu schenken und ihnen nicht, wie auf der Kreistagssitzung erfolgt, mit Rausschmiss zu drohen.

Die Vertreter der Initiativgruppe für eine IGS machten deutlich, dass für ihre Kinder nur eine IGS in Betracht komme, andernfalls könnten die Schulformen so bestehen bleiben.

Die nun mehrheitlich dem Kreisausschuss zum Beschluss empfohlenen Antragspunkte müssen noch vom Kreisausschuss, der am 30. März nicht öffentlich tagt, beschlossen werden, bevor sie umgesetzt werden können.



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