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Wie die 6- bis 18-Jährigen beim Motor-Sport-Club Bodenwerder trainieren

Kart-Kids geben Gas und Gummi

Bodenwerder / Salzhemmendorf. Bereits aus einiger Entfernung kann man auf dem Parkplatz der KGS Salzhemmendorf viele Plastikpylone und einige Karts erkennen. Motorgeräusche oder der Geruch von Abgasen halten sich gegenüber den Rennwagen der Profis aber in Grenzen oder sind gar nicht wahrnehmbar. „Die Motoren sind sogar leiser als die eines Rasenmähers“, weiß der 1.Vorsitzende des Motor-Sport-Clubs Bodenwerder im ADAC, Günter Dommel. Immer, wenn es seine Zeit zulässt, schaut Dommel beim Training in Salzhemmendorf oder auch bei den Meisterschaftsterminen vorbei. Einen Führerschein brauchen die Kinder und Jugendlichen genauso wenig wie ihre großen Vorbilder aus der Formel 1, um die kleinen, mit einem 6,5-PS-Motor und 200 Kubikzentimeter Hubraum angetriebenen Karts fahren zu dürfen.

veröffentlicht am 24.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Reinhard Borchers
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Der Parkplatz in Salzhemmendorf eigne sich zwar für den Trainingsbetrieb, nur die Buchten mit den Anpflanzungen seien ein wenig hinderlich, bedauert Dommel. „Leider können wir auf dem ehemaligen Hanning-Parkplatz in Hehlen nicht mehr trainieren. Das Gelände dort war einfach optimal.“ Im Durchschnitt zehn Nachwuchsfahrer im Alter von 6 bis 18 Jahren sind in der Regel an den Trainingstagen auf dem Schulparkplatz anzutreffen. Die Kinder dürfen mit den Karts fahren, wenn sie mit ihren Füßen an die Gas- und Bremspedale reichen. „Für diejenigen, bei denen die Beine noch zu kurz sind, werden Verlängerungen an den Pedalen angebracht“, sagt Wilfried Warschkow, der vor mehr als 15 Jahren als Jugendwart die Betreuung der jungen Kartfahrer übernommen hat.

Vier Karts gehören dem Verein. Zwei sind Jugendkarts, zwei sind stärker motorisierte sogenannte Club-Sport-Karts. Für den Fall, dass eine Fahrerin oder ein Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren sollte, gibt es noch eine elektronische Motorabschaltung, mit der der Trainer mittels Funksteuerung die Zündung der Karts unterbrechen kann. Bei Lukas Klingenberg war dies allerdings noch nie erforderlich. Der neunjährige Heyener ist seit Sommer vergangenen Jahres mit dabei. Bekannte hatten ihn auf den Kartsport aufmerksam gemacht. Seitdem verpasste er kaum ein Training und durchfährt den Parcours bereits in einer überraschend guten Zeit.

Bevor es allerdings so weit ist, müssen alle Fahrer mit dem Jugendtrainer die mit Pylonen gekennzeichnete Rennstrecke abgehen. „Das muss sein, damit sich die Jugendlichen die Strecke einprägen. Auf Wunsch gehen wir die Strecke auch noch ein weiteres Mal ab“, erklärt Wilfried Warschkow die Fahrervorbereitung. Handschuhe und Overall sind für die Kartfahrer genauso selbstverständlich wie die Helmpflicht. Auch Mädchen sind im Motor-Sport-Club vertreten. So wie die zehnjährige Leonie Hayn-Otte aus Salzhemmendorf, die seit dem Herbst mit dabei ist. Dabei kommt es ihr weniger auf Geschwindigkeit und Wettkampf als vielmehr auf das Fahren selbst an.

„Im Umkreis von rund 50 Kilometern sind wir mit unserem Motor-Sport-Club die einzigen“, erklärt der Vorsitzende Günter Dommel stolz, wenn er über seinen bereits vor über 40 Jahren gegründeten Verein befragt wird.

Wer also einmal Rennatmosphäre schnuppern möchte, der sollte in den Monaten März bis Oktober zu den Samstagstrainings um 14 Uhr in Salzhemmendorf vorbeikommen. Es sei denn, es finden besondere Termine des Vereins andernorts – etwa das Jugend-Kart-Slalom am 5. Mai auf dem Lidl-Parkplatz in Bodenwerder – statt.

Weitere Informationen und Termine auf der Internetseite unter www.msc-bodenwerder. de.



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