weather-image
13°

Bodenwerder auf der Suche nach neuem Konzept für offene Jugendarbeit

Junge Leute stellen Rat ihre Wünsche vor

Bodenwerder. So viel wurde am Montagabend deutlich: Bodenwerders jugendliche Klex-Besucher wollen ihre offene Jugendarbeit am liebsten am gewohnten Ort behalten – im alten Klex an der Rühler Straße eben. Das sei so etwas wie ein zweites Zuhause, ließen die Sprecher der Jugendkonferenz die Ratsvertreter wissen, die vor der nichtöffentlichen Sitzung über die Zukunft der Jugendarbeit in Bodenwerder zu einem Meinungsaustausch mit den jungen Leuten in das Jugendzentrum gekommen waren. Und die gaben den Politikern für deren Entscheidung mit auf den Weg, dass sie auch weiterhin eine Zukunft für offene Jugendarbeit in Bodenwerder und einen öffentlichen Treffpunkt wünschen: Schlimm genug, dass sie ab April auf ihren langjährigen Jugendpfleger Dierk Stelter verzichten müssten. Doch der hat sich bereits beruflich umorientiert. Und schlimm genug, dass es nach den Wirren um eine Zukunft des Klex schon viele Jugendliche in den Hagen an die Bushaltestelle als neuen Treff zöge, meinten die Jugendkonferenz-Sprecher.

veröffentlicht am 13.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:16 Uhr

270_008_6256879_bowe104_1303.jpg
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zum Vakuum in der bodenwerderschen Jugendarbeit, die bislang in Kooperation von Kirche und Kommune geleistet worden war, ist es gekommen, nachdem die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle den entsprechenden Kooperationsvertrag im Sommer gekündigt hatte. Im November setzte dann auch der Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder den Schlussstrich unter die 20-jährige Zusammenarbeit der evangelischen Kirche mit der Kommune. Man einigte sich dann aber darauf, dass die Stadt Bodenwerder die Verantwortung für die Jugendarbeit noch bis zum 1. April 2013 übernimmt, der Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder als bisheriger Träger bis dahin gewährleistet, dass der Betrieb mit Kirchen-Jugendarbeiter Stelter weiterläuft. In seiner Dezember-Ratssitzung hatte der Stadtrat dann beschlossen, dass die Stadt Bodenwerder ab dem 1. April die Trägerschaft für die offene Jugendarbeit übernimmt. Ein neues Konzept soll bis zum 1. April aufgestellt werden. Die Stadt hatte die Jugendlichen aufgefordert, sich an dessen Erarbeitung zu beteiligen.

Mitte Februar hatte dafür Kreisjugendpflegerin Andrea Berger-Nowak zu einer Jugendkonferenz ins Schulforum eingeladen. Hier wurden von rund 50 Schülerinnen und Schülern Vorschläge für die offene Jugendarbeit und die Zukunft des Klex erarbeitet, die jetzt der Politik vorgestellt wurden.

Kreisjugendpflegerin Berger-Nowak stellte am Montagabend fest, dass es für die Jugendlichen wichtig sei, in ihrer Angelegenheit „vom Rat ernst genommen zu werden“. In der Diskussion und der Präsentation der Vorstellungen über die Zukunft der Jugendarbeit durch die Sprecher der Jugendkonferenz zeigte sich dann, dass diese durchaus praktikable Wünsche äußerten – sei es zu einem künftigen Programm, zu Öffnungszeiten und zur Erreichbarkeit des Klex. Bemerkenswert für die Politiker: Die jungen Leute lieferten auch gleich Lösungsvorschläge mit. So wollen sie Verantwortung für eine Jugendeinrichtung in Form eines Jugendrates übernehmen, aktiv an der Programmplanung und -gestaltung mitwirken, als Jugendgruppenleiter Aufsichtsaufgaben übernehmen und mit Ständen bei Stadtfesten zur Finanzierung mit beitragen.

Die erschienenen Vertreter von Rat und Verwaltung wenigstens zogen sich beeindruckt von so viel Engagement anschließend in die nichtöffentlichen Beratungen zurück. In der Ratssitzung am morgigen Donnerstag, 14. März, steht das Thema „Neukonzeption offene Jugendarbeit“ dann erneut auf der öffentlichen Tagesordnung. Die Sitzung im „Deutschen Haus“ beginnt um 19.30 Uhr.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?