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Mitglieder der Laienspielgruppe Bremke bereiten sich auf Premiere am Freitag vor

Jetzt wird auf der Bühne geprobt

Bremke. Es ist wieder einmal so weit! Zu ihrem ersten Übungsabend auf der Bühne im ehemaligen Gasthaus Gullert in Bremke hatten sich dieser Tage die Mitglieder der Laienspielgruppe Bremke eingefunden. Dabei ist der Saal für viele von ihnen bereits seit Jahren so etwas wie eine zweite Heimat, denn die Bremker Laienspieler bestehen als Verein seit nunmehr 19 Jahren. „Ich heirate nie“, heißt das neuste Theaterstück aus der Feder von Erich Koch.

veröffentlicht am 10.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:41 Uhr

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Das neue Theaterstück ist für elf Darsteller geschrieben und benötigt mit Souffleuse zusammen ein Dutzend Akteure. In drei Akten und einer Gesamtspielzeit von zweieinhalb Stunden können die Zuschauer an diesem Wochenende ihre Lachmuskeln strapazieren.

Doch zum Stück: Um ihren Sohn Peter, der sie pflegt, nicht an eine Frau zu verlieren, spielen Alois und Gunda ihm vor, dass sie krank seien. Das nimmt zum Teil extreme Züge an. Opa Josef und Oma Berta können es nicht mehr mitansehen und geben deshalb eine Heiratsanzeige auf. Sie engagieren einen Wünschelrutengänger und die Dorfhexe Walburga, während Peter sich die Pflegerin Rosa zu Hilfe holt. Als Mimi und Amadeo aufgrund der Heiratsanzeige auftauchen, bleibt nichts mehr, wie es war. Rosa macht gnadenlos Gymnastik mit allen, die ihr in die Finger fallen, Otto wünschelt mit seiner Rute, bis er Wasser findet, und Walburga verhext alle mit ihrem Zaubertrank. Da brechen alte und neue Lieben auf, wo man sie gar nicht vermutet hätte. Selbst Amadeo findet plötzlich Gefallen am weiblichen Geschlecht. Kein Wunder, wenn man so gut aussieht wie Lena. Sie wollte eigentlich nur eine Reportage machen. Die wird jetzt zur Nebensache. Und manches Ehepaar muss feststellen: Liebe ist mehr als nur eine Nacht …

Bereits seit Ende Oktober probt die Bremker Schauspieltruppe. Insgesamt 18-mal haben die Laienspieler den Text des Stückes komplett in den Wohnungen bei den einzelnen Schauspielern geübt. Nun wird endlich auch auf der Bühne geprobt. „Und dies noch mindestens zehnmal“, meint Michael Schultz. „Bei jedem Übungsabend vervollständigen wir die Bühne und die Requisiten. Und natürlich unsere Text- und Einsatzsicherheit“, meint Melanie Lohmann.

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Mitlesen gehört bei den Proben für alle mit dazu, um keinen Einsatz zu verpassen. Foto li.: Uwe Henze ist als Sohn Peter kaum wiederzuerkennen. Foto u.: Michael Schultz (li.) und Sebastian Steinbrink proben den Kranichschritt. bor

Wer glaubt, mit dem Kauf von Rollenbüchern ist es bei einem Theaterstück getan, der irrt: „Allein die Nutzungsrechte belaufen sich auf mehrere Hundert Euro. Dazu müssen noch Tantiemen an Autor und Verlag für jede Vorstellung und jeden Zuschauer und für behördliche Genehmigungen abgeführt werden“, erklärt der Vorsitzende der Laienspieler, Uwe Henze. „70 Prozent ist Übungszeit, der Rest geht für die alles umfassende Logistik drauf“, ergänzt Frank Kohlenberg.

Bis zur Premiere am 14. März haben die Darsteller deshalb noch viel zu tun. Die Bühne muss tapeziert, Vorhang, Beleuchtung und Lautsprecheranlage überprüft und die 180 Stühle (seit diesem Jahr mit Sitzpolstern ausgestattet) fürs Publikum bereitgestellt werden. Auch die vier Bühnentüren müssen wieder einmal neu gestrichen werden. „Wenn jemand von uns durch die falsche Tür die Bühne betritt oder verlässt, merken das die Zuschauer sofort und lassen uns das anschließend auch wissen“, weiß Simone Schmidt, die den Zauberstab der Dorfhexe kaum noch aus der Hand legt. Überhaupt haben „Walburga“ und Steffi Pöhler in der Rolle der „Rosa“ auch sprachlich nicht nur auf ihren Text zu achten. Die Texte der beiden Akteurinnen müssen mit russischem und französischem Akzent gesprochen werden. „Das kann schon mal einige Wochen dauern, bis wir diesen Akzent wieder verlieren“, erklärt Melanie Lohmann und kann dabei auf ihre langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Während die wichtigste Person bei den Proben, Souffleuse Gudrun Affeldt, konzentriert jeden Satz und jede Handlung der Darsteller akribisch verfolgt und gegebenenfalls berichtigt, verrät Simone Schmidt augenzwinkernd noch ein kleines Geheimnis: „Bei den Vorstellungen sind alle Getränke auf der Bühne echt. Und wo Alkohol draufsteht, ist auch welcher drin.“

Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei Antje Kohlenberg unter Telefon 05533/6154 oder im Nahkauf-Markt in Halle.

Von Reinhard Borchers



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