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Palettenmöbel-Debatte macht es möglich: Stadt will Gestaltungs- und Werbesatzungen überarbeiten

Jetzt soll’s moderner werden

BODENWERDER. Die Debatte um das Verbot zum Aufstellen von Palettenmöbeln in Bodenwerders Innenstadt hat Folgen: Verwaltung und Politik wollen nun darüber nachdenken, ob die Gestaltungs- und Werbesatzung, die das Erscheinungsbild der Stadt regeln, noch zeitgemäß sind.

veröffentlicht am 16.04.2019 um 18:02 Uhr

Zum Fischmarkt am vergangenen Wochenende standen die Plastikstühle vor dem Geitel-Haus in der Innenstadt, wo einst die Palettenmöbel standen. Foto: bor
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Über die Palettenmöbel in der Innenstadt von Bodenwerder ist bereits viel gesagt und geschrieben worden. Nicht nur in unserer Zeitung, auch im Internet auf Facebook. Dort reihte sich ein Kommentar an den anderen und das rief schließlich auch den Bürgermeister auf den Plan, der sich in einem Brief, adressiert an die Facebooknutzer, erschrocken zeigt, „in welchem Stil und mit welcher Wortwahl“, das Thema von den Nutzern diskutiert wird (wir berichteten).

In der Sache geht es darum, dass der Betreiber des Stadt-Café-Lutz, Lutz Goerigk, für sein Café Möbel aus Holzpaletten aufstellen wollte, beziehungsweise schon ohne Genehmigung aufgestellt hatte. Die Stadt erlaubte ihm die Nutzung der Fläche in der Innenstadt vor dem Geitel-Haus zunächst vorläufig, der Verwaltungsausschuss und damit die gewählten politischen Vertreter schließlich erteilten dem Café-Betreiber eine Absage.

Auf Nachfrage unserer Zeitung wurde diese damit begründet, dass die Möbel nicht ins Bild der Innenstadt passen. Zudem befänden sich die Paletten in einem gut begehbaren Bereich der Fußgängerzone und sie könnten im Bedarfsfall nicht mal schnell an die Seite geräumt werden. „Wir sind nicht gänzlich gegen Paletten, aber sie müssen am richtigen Ort aufgestellt werden, und es muss vorher drüber gesprochen werden“, erklärte Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt gegenüber unserer Zeitung.

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Ljudmilla und Lutz Goerigk nutzen einen Teil der Palettenmöbel jetzt auf ihrer Terrasse. Foto: bor

Der Cafébetreiber durfte andere Stühle und Tische aufstellen. Die Palettenmöbel nutzt er nun selbst in seinem Garten. Mit Goerigk steht die Stadt auch weiterhin in Kontakt, wie Stadtdirektorin Tanya Warnecke betont: „Wir werden einen gemeinsamen Weg mit Herrn Goerigk finden.“ Man sei näher zusammengerückt und wolle sich nach Ostern noch mal zusammensetzen. Die Palettenmöbel würden zwar nicht wieder aufgestellt, aber man wolle sich mit Goerigk und sicherlich auch mit dem Verein „Unser Bodenwerder“, in dem viele Gewerbetreibende aus der Stadt zusammengeschlossen sind, oder einem Innenstadt-Gesprächskreis, zusammensetzen und die Gestaltungs- und Werbesatzungen modernisieren. Diese Satzungen wurden in ihrer bisher geltenden Form zur Zeit der Altstadtsanierung aufgestellt. Die Debatte um die Paletten sei Stein des Anstoßes gewesen, hinzuschauen, ob man damit noch zeitgemäß unterwegs sei, meint Warnecke.



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