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Aber: Vereine kritisieren Organisation des Sterntalermarktes

Interesse ist da

BODENWERDER. Am kommenden Wochenende steht eigentlich der Sterntalermarkt im Terminkalender der Stadt Bodenwerder – doch dieser wurde von den Ausrichtern, dem Verein „Unser Bodenwerder e.V.“, abgesagt. Grund: zwei große Vereine hätten abgesagt. Diese wiederum erklären durchaus bereit gewesen zu sein, kritisieren aber die Organisation des Marktes.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 15:31 Uhr

Die große Hütte (rechts im Bild) hätte der SCM in diesem Jahr nicht in die Stadt transportieren können. Der Verein hätte sich aber am Sterntalermarkt beteiligt. Foto: ARCHIV
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Zwei große Vereine sind uns abgesprungen – es ist eine Katastrophe, Leute zu finden, die mithelfen. Es bleibt alles an zwei, drei Leuten hängen“, kommentierte die Vorsitzende Melanie Korte-Beuser die Gründe für die Absage.

Hans-Werner Jahn, Vorsitzender des SC Münchhausen Bodenwerder e.V., möchte klarstellen, „dass wir schon mitgemacht hätten.“ Problem für seinen Verein in diesem Jahr: die große Hütte. „Die hätten wir nicht in die Stadt transportieren können. Sie ist uns im vergangenen Jahr fast weggerutscht.“ Also habe er sich an „Unser Bodenwerder“ gewandt. „Wenn ihr uns zwei Hütten besorgt, machen wir mit“, so berichtet er. Aber stattdessen kam die Absage. Und Jahn erhielt „zig Anrufe“, wie er sagt. In denen er erklärte, dass der SCM durchaus Helfer gestellt hätte – nur eben keine Hütte. Das Aus für den Sterntalermarkt mit der Absage zweier Vereine zu begründen, ist in seinen Augen nicht richtig.

Auch Ulrike Ehlers-von der Heide, Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bodenwerder, findet diese Aussage „unfair“. „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es nur am Kneipp-Verein gescheitert ist“, sagt sie. Ehlers-von der Heide hatte das Amt der Vorsitzenden im April übernommen; fast der gesamte Vorstand des Kneipp-Vereins wurde neu aufgestellt, „wir hatten sehr viel mit Datenschutz zu tun. Das hat schon viel Zeit in Anspruch genommen.“

Natürlich haben die Kursteilnehmer und Mitglieder des Kneipp-Vereins den Sterntalermarkt all die Jahre gerne unterstützt. In diesem Jahr hätte es beim Verkauf gehapert; nach etlichen Sitzungen und Terminen in diesem Jahr seien viele schon belastet gewesen, zudem sind einige beruflich sehr stark eingebunden. „Man darf die Leute nicht überstrapazieren“, sagt sie.

Was sowohl Jahn als auch Ehlers-von der Heide sich wünschen, sind eine rechtzeitige Planung und ein rundes Konzept. „Dann werden wir uns auch wieder engagieren“, so Ehlers-von der Heide. „Wenn eine Woche vorher noch nichts feststeht, kann man keinen begeistern“, richtet sich ihre Kritik in Richtung „Unser Bodenwerder“. Beide sind zudem der Meinung, den Sterntalermarkt – oder wie auch immer eine mögliche Nachfolge-Veranstaltung zur Weihnachtszeit heißen wird – nicht zu groß aufzuziehen. Ganz nach dem Motto: klein, aber fein. „Es muss professionell organisiert werden. Blamieren wollen wir uns nicht“, so die Vorsitzende des Kneipp-Vereins. Und Jahn appelliert: „Bindet uns als Vereine doch frühzeitig mit ein.“



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