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Werbegemeinschaft fordert zudem längere Lieferzeiten und betont den Erhalt der bestehenden Fachmärkte

Innenstadt soll einem belebten Wohnzimmer gleichen

Bodenwerder (ul). Über eine Ausweitung der Lieferzeit in der Fußgängerzone von derzeit 6 bis 10 Uhr auf 12 Uhr ab Oktober bis März haben die 17 Teilnehmer vom Stammtisch der Werbegemeinschaft Bodenwerder diskutiert.

veröffentlicht am 11.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Gerade für ältere Leute wäre es in den Wintermonaten bequem, wenn sie kurzfristig am Morgen mit dem Auto in der Nähe der Läden parken könnten, die sie erreichen wollen“, erläutert die Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Monika Meyer. Problematisch und baulich schwierig beurteilt das aber Friedrich-Wilhelm Schmidt, der Bürgermeister von Bodenwerder. Die Pflasterung der Fußgängerzone biete nur bestimmte Parkflächen an. Er sehe das Problem eines drohenden Parksuchverkehrs bei einer Ausweitung der Lieferzeit in der Fußgängerzone, weil dort nicht ausreichend Stellflächen genutzt werden könnten.

Wichtig ist Monika Meyer und den Ladenbetreibern der Innenstadt, dass die Gerüchte um weitere Schließungen von Facheinzelhandelsgeschäften in Bodenwerder aus der Welt geschafft werden. „Läden wie Eisenwaren Brill, Toto-Lotto Busmann, das Spielwarengeschäft Scholz und das Schmucklädchen Steine und Meer beabsichtigen nicht zu schließen“, betont Meyer. Sorgen bereitet den Einzelhändlern die Neuvermietung des bisherigen Edeka-Lebensmittelladens im Hagen. „Wir wollen hier einen Nahversorger mit Vollsortiment, keinen Discounter“, sagt Meyer. Und die Post sollte im fußläufigen Bereich in der Nähe von Apotheke, Sparkasse, Volksbank in der Innenstadt eine Filiale behalten. Mit der Kündigung des Mietvertrages von Edeka Ende Januar 2010 muss sich auch die Post zumindest in der geplanten Umbauzeit der Immobilie einen anderen Standort suchen. Der neue Betreiber der Biofuel-Tankstelle hatte bereits angeboten, dass die Post in der Tankstelle in Kemnade unterkommen könne. Die Werbegemeinschaft sieht das als zweiten Ort, der gut mit dem Fahrzeug erreichbar ist, aber für die Innenstadt will die Werbegemeinschaft einen Poststandort erhalten. Auch über Ruhestörer unterhielten sich die Geschäftsinhaber, ohne konkrete Lösungen zu haben. „Wir wollen keine Vertreibung von Menschen“, so Meyer, „denn das verschiebt das Problem nur an einen anderen Ort.“ Meyer berichtete über die Ideenvielfalt, die die Quartiersinitiative des Landes hervorgebracht habe. Für Bodenwerder wünscht sie sich eine rege Ideensammlung und die Teilnahme an dem Quartierswettbewerb, um neben Münchhausen noch andere Attraktivitäten hervorzuheben. Ihr Ziel sei es, die Innenstadt so zu gestalten, dass sie „wie ein belebtes Wohnzimmer zum Treffpunkt der Gemeinschaft wird“.

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