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In dieser Mühle geht es am Sonntag rund

Sievershagen (rbo). Gleich drei Jahrestage feiert die Sievershagener Mühle. Vor 30 Jahren hatte Klaus Grödecke, der dieser Tage seinen 60. Geburtstag feiert, mit seiner Frau Ruth die Sievershagener Mühle übernommen. Die Mühle war seit 100 Jahren im Besitz der Familie. Grund genug für das Gastwirts-Ehepaar, für morgen ab 14 Uhr zu einem Wald- und Wiesentag bei freiem Eintritt einzuladen.

veröffentlicht am 27.08.2011 um 04:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

Bis 1960 wurde in der Mühle Korn geschrotet und Mehl produziert. Die Gaststätte entstand, weil Bauern auf das Mehl warten musste
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Sievershagen (rbo). Gleich drei Jahrestage feiert die Sievershagener Mühle. Vor 30 Jahren hatte Klaus Grödecke, der dieser Tage seinen 60. Geburtstag feiert, mit seiner Frau Ruth die Sievershagener Mühle übernommen. Die Mühle war seit 100 Jahren im Besitz der Familie. Grund genug für das Gastwirts-Ehepaar, für morgen ab 14 Uhr zu einem Wald- und Wiesentag bei freiem Eintritt einzuladen.
 Neben der Möglichkeit, die neuen Ferienhäuser zu besichtigen, steht auch der Hofladen mit Produkten wie Forelle in Aspik, Wurst, Marmelade und Honig sowie die Gaststätte bei Kaffee und Kuchen sowie eine Bilderausstellung den Besuchern offen. Im Außengelände kann ein Kettensägenschnitzer bei der Arbeit beobachtet werden. Ottensteins Revierförster Torsten Farries wird den Einsatz eines mobilen Sägegatters demonstrieren und auch Holzrücker Hendrik Heil und sein Rückepferd, der Wallach Hannes, zeigen ihr Können.

„Die Gaststätte war früher nicht das Hauptgeschäft“, sagt Ruth Grödecke. 1910 bis 1960 wurde in der Mühle noch Korn geschrotet und Mehl produziert. Die Gaststätte entstand, weil Bauern, die ihr Korn zur Mühle brachten, auf das fertige Mehl warten mussten. Als die Mühle nicht mehr rentabel war, blieb der Familie nur noch die Gaststätte als Einnahmequelle übrig.

Die Mahlmühle wurde 1794 in Betrieb genommen, 1866 ließ der damalige Müller Ludwig Pape ein eigenes Wohnhaus errichten, die heutige Gaststätte. Die alten Gebäude stehen alle unter Denkmalschutz. Trotzdem haben Grödeckes ihre Gästezimmer modernisiert und renoviert. Stolz sind sie darauf, dass es ihnen gelang, 1990 an das öffentliche Wasser- und Stromnetz angeschlossen zu werden. Seitdem produziert die mit Wasser angetriebene Turbine nicht nur den Strom zum Eigenverbrauch, sondern speist nicht benötigten Strom ins öffentliche Netz ein. „Jetzt machen sich auch Stromschwankungen bei uns nicht mehr bemerkbar“, sagt die Gastwirtsfrau.

Nur an einer Sache wird auch er nichts verändern: die Möbelecke im Gastraum mit Sofa, antiken Stühlen, Tisch und Standregulator. „Da dürfen wir nicht dran rütteln. Die war schon immer hier und eine Änderung kommt nicht in Frage“, ist sich die ganze Familie einig.



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