weather-image
27°
Wehren melden Ausrüstungsbedarf an

In die Jahre gekommen

COPPENBRÜGGE. In der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses machte Gemeindebrandmeister Hagen Bruns die Rechnung darüber auf, was die zwölf Ortswehren an Investitionsbedarf ab 2019 haben.

veröffentlicht am 18.05.2018 um 12:01 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 17:10 Uhr

270_0900_93237_hm112_Feuer_ube_1605.jpg
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Ausrüstung der Feuerwehren ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinden. Damit der Flecken Coppenbrügge nicht von plötzlich auftauchenden Kosten überrascht wird, ist es Usus im Ausschuss für Feuerschutz geworden, sich bereits im Vorfeld vom Gemeindebrandmeister darüber informieren zu lassen, was die nächsten Jahre an notwendigen Investitionen bringen.

Insgesamt, so führte Bruns vor dem Ausschuss aus, ist demnächst mit einer notwendigen Investitionssumme von rund 35 000 Euro zu rechnen. Insbesondere übte der Gemeindebrandmeister Kritik an veralteter Feuerwehrbekleidung und überholtem technischem Equipment. Und hier fängt der notwendige Bedarf der Wehren bereits bei den in die Jahre gekommenen Einsatzjacken an: 60 neue Jacken müssten für die Wehren angeschafft werden, erklärte Bruns. Bei der Erneuerung des Bekleidungspools sei außerdem an 30 neue Überhosen zu denken, forderte Bruns.

An technischer Ausrüstung sind 20 neue Funkmelder erforderlich. Den Vorschlag aus der Politik, doch kostengünstiger per SMS zu alarmieren, wies der Gemeindebrandmeister zurück: Hier bestände die Gefahr, dass die Alarmierung im Netz steckenbliebe. Außerdem müsste für die Wehr Bisperode ein neuer Stromerzeuger angeschafft werden. Und der wird mit rund 10 000 Euro einen Hauptposten ausmachen.

Für die gesamte Wehr sind zwei neue Gaswarngeräte anzuschaffen, forderte Hagen Bruns außerdem, und leitete damit zu einem Thema über, das derzeit in Coppenbrügges Wehren diskutiert wird: Die Hygiene an der Einsatzstelle. Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einemWohnungsbrand Schadstoffe freigesetzt werden, die einer Müllverbrennungsanlage ohne Filter entsprechen. Die Frage, wie Feuerwehrleute ihre Gesundheit schützen können, steht im Raum. Denn die Brandschützer atmen die Giftstoffe nicht nur mit den Rauch ein; gefährliche Rückstände setzen sich an Ausrüstung und Bekleidung fest und werden damit von der Einsatzstelle weggetragen. Hier, so Bruns, sei zum einen Aufklärung selbst unter erfahrenen Wehr-Fachleute notwendig. Zum anderen gäbe es aber auch technisches Gerät, um diese Stoffe vor Verlassen des Einsatzortes zu beseitigen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare