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Museum eröffnet die Saison

In der neuen Schau ist jedes Ei ein Unikat

Bodenwerder (saw). „Unser Team ist stolz, dass die Bodenwerderaner ihr Münchhausen-Museum verstärkt annehmen“, zeigte sich Museumsleiter Werner Koch bei der Saisoneröffnung am Freitagabend sehr zufrieden. Mit rund 22 000 Besuchern im Jahr 2008 belege die ehrenamtlich geführte Einrichtung einen Spitzenplatz in Südniedersachsen.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Museumschef freut sich über die Verbundenheit

Koch verwies auf enge Kontakte zum städtischen Kindergarten, zu den Schulleitern, zur Jugendherberge, zu regionalgeschichtlich ausgerichteten Vereinen und Privatpersonen. „Auch die regionale Geschäftswelt und das Handwerk fühlen sich dem Museum verbunden“, freute sich Werner Koch.

Dank ideeller Unterstützung, Spendengelder und nicht zuletzt durch das Engagement des Freundeskreises Münchhausen-Gutshof habe sich die kulturelle Einrichtung weiter vorteilhaft entwickelt. „Nochmals aufgewertet wurde das Haus durch die neu aufgestellte Bronze-Skulptur am Teich und die Umgestaltung des Museumsvorplatzes im vergangenen Jahr.“

Trotz Winterpause waren Werner Koch und seine Frauen aktiv. So führten sie trotz offizieller Schließung mehr als 900 Gäste durch das Museum, registrierten das Stadtarchiv neu und lagerten es in besser geeigneten Räumlichkeiten ein. Fotos von Hochwasser und Eisgang wurden historischen Aufnahmen gegenübergestellt. Ein gut zwei Meter hohes Modell des Ebersnackenturmes – erbaut von Heinrich Schünemann aus Rühle – hat der Verkehrsverein Rühle dem Museum zur Verfügung gestellt, es fand seinen Platz im zweiten Stock.

„Zum Schutz der Exponate vor Sonne und Hitze werden die Fenster im ersten Stock in Kürze mit Jalosien ausgestattet“, kündigte Koch an. Die Kosten für diese Anschaffung übernimmt der Freundeskreis, ebenso den Druck von 10 000 neuen Flyern und Plakaten.

Mehr als 1600 Besucheranmeldungen liegen dem Museum vor. „Deshalb freuen wir uns über drei neue ehrenamtliche Kräfte“, so Koch. Waltraud Bente (Hehlen) wird am Empfang und bei der Koordination mitarbeiten, Margrit Pons (Ottenstein) wird durch das Museum führen und Hans Beißner (Kemnade) wird einmal monatlich Führungen an der Münchhausen-Grotte sowie Lesungen anbieten und bei Bedarf im Museum aushelfen.

Unter dem Motto „Ostereier und mehr“ zeigt Maria Schumann zum Saisonauftakt einen Teil ihrer Ostereier-Sammlung, widmet sich Bräuchen rund um Osterei und -hase. Auf allen drei Etagen sind österliche Arrangements aus aller Welt angelegt. „Einige Eier habe ich von meinen zahlreichen Reise mitgebracht“, erzählte die Hannoveranerin, die nach der Grenzöffnung Sibirien verließ, eine Privatschule für Sprachen betreibt und die meisten Eier von ihren Schülern geschenkt bekommt.

Sie unterhält auch Kontakte zu anderen Sammlerinnen. Zu sehen sind so russische Eier, dekoriert mit dem orthodoxen Segenskreuz, Basiliken und Ikonenmalerei. Schumann: „In den Moldauklöstern werden Ostereier mit bunten Glasperlen verziert, wobei jedes Kloster seine ganz eigenen Ornamente verwendet.“

Zebras und Antilopen springen auf Eiern aus Kenia und Ghana, Blumenbänder und Goldstaffage sind Gestaltungselemente in der Türkei. Ausgestellt sind auch mit Vogelfedern beklebte oder mit Märchenfiguren dekorierte Exemplare, Eier aus Edelstein, Glas oder Porzellan. Mit Pailletten, Bordüren, Stoff dekoriert oder umhäkelt, wird jedes Ei zu einem Unikat.

Sammelt mit Leidenschaft Ostereier aus aller Welt: Bis zum 17. April zeigt Maria Schumann im Münchhausen-Museum eine Auswahl ihrer schönsten Eier – hier ein gläsernes Ei aus der Ukraine. Fotos: saw

Die Mannschaft des Münchhausen-Museums: Hans Beißner, Margrit Pons, Ingeborg Helmke, Elke Helmig, Waltraud Bente, Brunhild Helmke und Werner Koch (von links).



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