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Kleiner Stichling, dicker Karpfen

Im „Weseraquarium“ gibt es heimische Gewässer-Bewohner zu bestaunen

BODENWERDER. Beim Spazierengang an der Weserpromenade erreicht der Besucher der Münchhausenstadt nach wenigen Minuten ein kleines, aber ins Auge fallendes Fachwerkgebäude.
„Weseraquarium“ steht in großen Lettern über dem Tor.

veröffentlicht am 05.08.2018 um 17:24 Uhr

Zusammen mit Nasen und Rotfedern lebt auch ein ansehnlicher Flusskrebs im Aquarium. Foto: kk
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Karin Küster Reporterin
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Hier ist eine Ausstellung von Schiffsmodellen zu sehen, die entsprechenden Originale wurden in längst vergangenen Zeiten auf den heimischen Werften gebaut und repariert, dazu passend wird eine Auswahl historischer Werkzeuge gezeigt. In der oberen Etage tummeln sich mehrere Arten Weserfische in vier großen Aquarien. Eine kleine Crew von sechs Aktiven des Fördervereins Moby Dick e.V. hält das kleine touristische Highlight mit großem persönlichen Einsatz am Laufen.

Während der Sommersaison weisen sonntagnachmittags Schilder mit Abbildungen von Fischen den Weg zu dem großen Tor, das bei Sommerwetter weit offen steht. Eintrittsgeld wird nicht erhoben, um Spenden wird gebeten. Der Blick fällt zunächst auf eine Regalwand mit Schiffsmodellen. Eine Treppe führt ins Obergeschoss zu den Aquarien. Hier tummeln sich einheimische Fische aus Bächen und Teichen wie Stichlinge, Bitterlinge und Flussmuscheln und die typischen Weserfische wie Nasen, Rotfedern und Schleien. „Das Aquarium mit dem Flusswels und den beiden dicken Karpfen ist ein Publikumsmagnet, ganz besonders für alle Kinder“, berichtet Dirk Jablonski. 40 Zentimeter misst der größere der beiden Karpfen. Auch der große Edelflusskrebs in dem Becken mit den Nasen und Rotfedern ist ein ansehnliches Exemplar. Sonntags gibt Werner Dörries Erklärungen zu Fischen und Ausstellungsstücken. Wenn er mal keine Zeit hat, und überhaupt immer, wenn es irgendwo brennt, springt Clemens Kappen ein.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Weserberglands freundliche Gastgeber“, wird sonntags Gästeinformation angeboten. Kappen und Dörries kennen sich in Bodenwerder aus und können bei den allermeisten Touristenfragen weiterhelfen. Die Pflege der Aquarien und ihrer Bewohner ist der Part von Dirk Jablonski. Jeden Morgen kontrolliert er Pumpen und Filter und hat ein Auge auf die Fische. Wenn alles läuft, dauert das nur ein paar Minuten. Aber alle 2 bis 3 Tage wird gefüttert und ab und zu muss er 100 Liter Wasser entnehmen und die gleiche Menge Frischwasser wieder auffüllen. Das braucht dann schon mal ein Stündchen. Hilfe könnte er gebrauchen, über aktiven Nachwuchs im Verein würde er sich ganz besonders freuen.

Die Kosten für Wasser, Strom, Fischfutter und Versicherungen summieren sich. Mit Mitgliedsbeiträgen allein ist der Betrag nicht aufzubringen. Ohne den Zuschuss von der Samtgemeinde Bodenwerder und viele Spenden kann der Werfthof nicht erhalten werden. Der Eintritt im Weseraquarium ist für die Besucher nänlich kostenlos.



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