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Das Leben in und für den Schrebergarten

Idylle pur für Mensch und Tier

BODENWERDER. Die Glucke spaziert mit ihren Küken über den Rasen, eine Ziege reckt das Maul der Sonne entgegen, im Taubenschlag gurren die Tauben und viele gut genährte Kaninchen mümmeln Kohlblätter in ihren Ställen und mittendrin Monika und Reinhard Howind mit ihrem Enkel. Das Ehepaar bewirtschaftet einen von Bodenwerders Schrebergärten unterhalb des Hakenberges.

veröffentlicht am 16.08.2018 um 19:35 Uhr

Jörg Winter kümmert sich gerne um seine Pflanzen. Foto: kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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Große und kleine Parzellen gibt es hier, die ganz unterschiedlich ausgestattet sind und auch unterschiedlich genutzt werden. Manche „Bewohner“ mögen es naturbelassen und ursprünglich, andere gestalten lieber und legen Blumenrabatten und Gemüsebeete an. Immer dazu gehört eine Laube in Form eines kleinen, festen Hauses oder einer Holzhütte, aber auch Wohnwagen oder Zelt dienen als Zufluchtsort bei einem plötzlichen Regenschauer.

Auch die Gründe, sich einen Schrebergarten anzuschaffen, sind vielfältig. Da geht es um Erholung vom Alltagsstress, um Freude an der Gartenarbeit, um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, um den direkten Kontakt mit der Natur, aber auch um eine bessere Lebensqualität.

Reinhard Howind hat den Schrebergarten vor 15 Jahren als Ergänzung zu seiner Wohnung in der Königstraße gepachtet, verbringt jede freie Minute dort, genießt die Natur und kümmert sich um die Tiere. Ein Teil des Grünfutters fällt in der Gemüseabteilung bei Edeka an, wo seine Frau arbeitet. Auch sie geht gleich nach Dienstschluss in den Garten, der auch für Enkel Ian-Christoph mit Planschbecken, Sandkasten und Spielgeräten ein Paradies ist. Alle fühlen sich dort so richtig wohl. Zu den Nachbarn pflegen sie keinen Kontakt, der direkte Nachbar ist noch namentlich bekannt, der übernächste schon nicht mehr.

Auch auf dem Weg zum Sportplatz an der Poller Straße befinden sich Schrebergärten. Die Gärten an der Zufahrt sind klein und sehr übersichtlich - ein Holzhaus und gepflegter Rasen. Außer Rasenmähen fällt kaum Arbeit an. Hier will man einfach nur an der frischen Luft sein, relaxen und vielleicht ab und zu eine Fete feiern, gibt ein junger Mann Auskunft. Ganz anders sind die dahinterliegenden Gärten zur Weser hin gestaltet. Hier hat Jörg Winter vor einem Jahr einen total verwilderten Garten von 2500 Quadratmetern übernommen und bringt ihn nach und nach in Form.

Einen Teil davon hat er an einen Kumpel mit Kindern abgetreten, Spielgeräte zeugen davon. „In meinem Garten darf es ruhig ein bisschen wild aussehen, da haben auch die Brennnesseln ihre Daseinsberechtigung, die sind gut für die Schmetterlinge“, sagt der Frührentner. Alles was im Garten an Holz anfällt, stapelt er als Unterschlupf für Igel und anderes Getier und das dichte Buschwerk ist ein idealer Sichtschutz. Gemüse findet man in Jörg Winters Garten nicht, er pflanzt stattdessen lieber Blumen und versorgt seine Masthähnchen und seine Hühner, die ihm frische Eier liefern.

Idylle pur findet man in den Schrebergärten in Bodenwerder und Kemnade und zufriedene Menschen. Wer keinen eigenen Garten am Haus hat, kann hier im Einklang mit der Natur leben, Gemüse anbauen, Tiere halten und Kindern einen idealen Platz zum Spielen bieten.



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