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Ordnungsamt und Polizei werden vermehrt kontrollieren / Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbußen

Hunde sorgen haufenweise für großen Ärger

Bodenwerder (dy). „Das Problem ist seit Jahren immer wieder ein Thema“, geht Samtgemeindebürgermeister Ernst-August Wolf auf die jüngste Sitzung des Verwaltungsausschusses ein und meint mit dem Problem die Hinterlassenschaften der Hunde, die in der Bevölkerung und auch im Ordnungsamt für Ärger sorgen. „Verunreinigungen durch Hundekot sind durch die Hundehalter oder die mit der Führung beauftragten Personen unverzüglich zu beseitigen“, heißt es in der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Samtgemeinde Bodenwerder.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

Für Brigitte Scheffler (links) mit Pudeldame Trixi und Petra Sch
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Leinenpflicht wird nicht

ernst genommen

„Es gibt auch viele Hundehalter, die für die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner stets eine Tüte bei sich haben“, loben Wolf und auch Ordnungsamtsleiter Udo Krause die Hundebesitzer, für die es selbstverständlich ist, den Kot ihres Tieres zu entsorgen. „Der kann dann natürlich auch in einem Beutel, aber auf jeden Fall verschlossen, in die öffentlichen Mülleimer geworfen werden“, so Krause. Allerdings haben ihre Beobachtungen und auch diverse Anzeigen von Anwohnern gezeigt, dass viele „Gassigänger“ doch lieber wegschauen und weitergehen, anstatt den Dreck aufzuheben. „Dazu kommt dann ja auch noch, dass die Leinenpflicht häufig auch nicht so ernst genommen wird“, weiß Udo Krause. Auch hier macht die Verordnung deutlich, dass Hunde innerhalb bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und Anlagen nur angeleint ausgeführt werden dürfen. Außerhalb bebauter Ortsteile darf Hunden nur unter Aufsicht Freilauf gewährt werden. „Das ist beispielsweise am Ostufer der Fall“, erläutert Udo Krause, betont aber, dass auch dort der Halter nicht davon entbunden ist, den Hundekot zu entsorgen!

„Wir investieren viel Geld zur Verschönerung und Attraktivität unserer Stadt“, schimpft Wolf, dass Hinterlassenschaften der Hunde unbelehrbarer Hundehalter nicht gerade zum guten Ruf der Stadt beitragen. Die Stadt hatte vor einigen Jahren an der Weserpromenade einen Automaten mit Tüten für Hundekot aufgestellt. „Dieser Automat wurde zerstört, die Tüten flogen herum, aber genutzt, wofür sie eigentlich gedacht waren, wurden sie leider nicht“, so Udo Krause.

Mit vermehrten Kontrollen seitens des Ordnungsamtes sollen Hundehalter jetzt zur Rechenschaft gezogen werden. „Wer vorsätzlich oder fahrlässig den Geboten und Verboten der Verordnung zuwiderhandelt, muss mit Geldbußen rechnen“, so der Ordnungsamtsleiter. Auch die Beamten der Polizeistation Bodenwerder werden ein besonderes Augenmerk auf Hundehalter, die den Leinenzwang nicht einhalten, haben.

„Die Tüte ist immer an die Leine geknüpft“, deutet Brigitta Scheffler auf eine Plastiktüte an der Hundeleine; so kann sie diese zum Gassigehen mit der zehnjährigen Pudeldame Trixi nicht vergessen. Auch für Petra Schmitt sind die kleinen Hinterlassenschaften ihres Mischlings Alf kein Problem. „Ich habe immer ein Papiertuch dabei“, so die Bodenwerderanerin, die mehr zum Vergnügen ihres Vierbeiners mit ihm spazieren geht. „Seine Geschäfte erledigt er meistens auf unserem Grundstück“, weiß die Hundehalterin. Beide Hundehalterinnen erzählen lächelnd, dass sie manchmal schon genau hinschauen müssen, um die recht kleinen Häufchen ihrer Lieblinge zu entdecken.

Leider verhalten sich nicht alle so vorbildlich wie diese beiden Frauen mit ihren Hunden, und es bleibt zu hoffen, dass die uneinsichtigen Hundehalter einsichtig werden, damit nicht alle Besitzer von Vierbeinern beim Gassigehen schief angeschaut werden. Außerdem gibt es in Fachgeschäften entsprechende Papiertüten, die, wie eine kleine Schaufel, das Aufnehmen von Hundekot erleichtern.



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