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Wie im Bauernhof Schütte gearbeitet wird – und warum Schutzkleidung wichtig ist

Hühnerstall zum Anfassen

Halle. Das Gackern der Hühner ist unüberhörbar, der Andrang groß. „Ich freue mich, dass so ein großes Interesse an der Besichtigung eines modernen Legehennenstalls besteht“, begrüßt Sandra Schütte die Besucher am Tag der offenen Tür auf dem Bauernhof Schütte. Eine in Schutzanzüge gekleidete Gruppe hat sich in der Eierpackstelle versammelt. Besonders die Kinder freuen sich über ihre weißen, viel zu großen „Astronauten“-Anzüge mit Kapuze. „Die Sortiermaschine ist das wichtigste Gerät hier“, erklärt die Bäuerin. „Sie stempelt die Eier mit unserer Betriebsnummer und mit dem Legedatum. Sie wiegt die Eier und teilt sie in die Gewichtsklassen M, L und XL auf.“ Über meterlange Förderbänder kommen die Eier aus den vier Ställen zur Eierwaage.

veröffentlicht am 18.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Marina Fuchs
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„Einige Hühner legen ihre Eier nicht in die vorgesehenen Nester. Die sammeln wir dann per Hand im Stall ein. Auch wenn die Maschinen uns viel Arbeit abnehmen, müssen wir jedes Ei mindestens einmal anfassen“, erklärt Sandra Schütte. „Wie viele Eier legt denn ein Huhn pro Tag“, fragt ein kleiner Junge und trägt die Antwort („ein Ei“) dann in sein Hühnerstall-Quiz ein. Überall gibt es Informationstafeln, die den Kindern helfen, ihre Fragebogen auszufüllen.

„Wir vermarkten unsere Eier ausschließlich regional im Umkreis von 50 Kilometern rund um unseren Betrieb“, beschreibt Sandra Schütte die Vermarktung. „Dafür sind wir sechs Tage die Woche mit dem Lieferauto unterwegs. Wir liefern die Eier zum Selbsteinpacken und auch verpackt. Mit dem ,Eiersauger‘ können wir immer zehn Eier ansaugen und dann in eine Verpackung legen.“ Sie demonstriert zur Freude der Zuschauer das Verfahren und lässt zehn Eier unversehrt in die vorgesehene Packung schweben.

Danach geht es weiter in den neuen Hühnerstall. Dort müssen sich die Besucher auch noch Schutzschuhe anziehen und über eine Desinfektionsmatte laufen. Landwirt Rudolf Schütte erklärt, dass diese Maßnahmen davor schützen, Krankheiten einzuschleppen. „Der Gesetzgeber schreibt uns genau vor, was wir alles beachten müssen. Jedes Huhn braucht 15 Zentimeter Sitzstange und zehn Zentimeter Platz zum Fressen. Bei uns haben die Tiere sogar mehr Platz im Stall als vorgeschrieben. Das wirkt sich positiv auf das Verhalten der Hühner untereinander aus“, so Bauer Schütte. Davon können sich die Besucher direkt überzeugen. Neugierig kommen die Hühner herangelaufen und scharen sich vor den Besuchern. Sichtlich beeindruckt von der Masse der Tiere lassen sich die Interessierten die Futterrinnen und Tränknippel zeigen und sehen die Legenester, in denen noch das eine oder andere Huhn sitzt, um ein Ei zu legen. „Die Menge der Tiere überwältigt einen, aber trotzdem machen sie einen zufriedenen Eindruck“, findet eine Besucherin. Zufrieden zeigt sich auch Sandra Schütte am Ende des Tages: „Wir schätzen, es waren etwa 150 Besucher da. Das zeigt uns, dass es den Verbrauchern wichtig ist, zu wissen, wo ihre Eier herkommen und wie die Hühner leben!“

2 Bilder

Rudolf Schütte zeigt den Besuchern die Hühner und erklärt, wie der Hühnerstall aufgebaut ist. pr (3)

Foto rechts: Ein Huhn zu fangen, ist gar nicht so einfach, wie Berit und Hannes Niegel feststellen mussten, hier mit den Landwirtskindern Marlene und Emma Schütte (v. re.).

Foto links: Die Besucher lassen sich in der Packstelle von Sandra Schütte (hinten links) die Sortiermaschine zum Eierwiegen erklären.



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