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Projekt „Gemeinsam Rhythmus finden“ begeistert Grundschüler in Bodenwerder

Hier wird getrommelt

HEHLEN.„Gemeinsam Rhythmus finden“ hieß es jetzt in der Grundschule im Kälbertal. 40 Kinder im Anbau der Schule konnten kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Startbereit saßen sie auf ihren Cajons, den Papptrommeln, und probierten schon einmal den davorliegenden Shaker aus, das kleine mit Reis gefüllte Plastik-Ei.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 18:06 Uhr

„Schaut nicht auf eure eigenen Hände, schaut zu mir.“ Ralf Dittrich gibt den Rhythmus vor, die Schüler versuchen ihm zu folgen. Foto: kb
Beißner

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Karin Beißner Reporterin
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Mit der Kollekte vom Singen der Chöre hatte die Grundschule die ersten Cajons angeschafft (wir berichteten) und hatte auch gleich Ralf Dittrich, Lehrer für Schlagzeug und Cajon aus Hildesheim, für einen Workshop verpflichtet. 2015 hatte dieser mit 2528 Personen in Hildesheim den Weltrekord im Trommeln aufgestellt. Er hat auch als Produktdesigner die verwendeten faltbaren Cajons entwickelt. Nun galt es, den Schülern die Grundlagen des Spielens beizubringen. „Wir haben hier ein kleines Schlagzeug, schlagen wir unten, hören wir einen tiefen Ton, schlagen wir oben, ist der Ton höher“, erklärte Ralf Dittrich und schon ging es mit den Rhythmusübungen los. Die Begeisterung war groß, aber nicht allen gelang die Koordination der Hände auf Anhieb. „Schaut nicht auf eure eigenen Hände, schaut zu mir“, gab Dittrich Anweisung. Eins, zwei, drei, Pause, eins, zwei, drei, Pause zählte der Lehrer vor. Schnell war der Rhythmus gefunden und bereits nach kurzer Zeit konnte das erste Lied begleitet werden. Es wurde laut, als 40 Kinder zu „We will rock you“ die Cajons bearbeiteten. Das erste Erfolgserlebnis. Und kurze Zeit später wurde schon der zweite Rhythmus zu „The lion sleeps tonight“ geübt. Jetzt kam auch noch der Shaker zum Einsatz. Das war schwierig, jeder musste einzeln vorklatschen und trommeln. Bis zum Ende der Stunde konnte die Gruppe auch noch ein drittes Musikstück begleiten, alle kannten es aus dem Film „Madagaskar“ und trommelten „I like to move it“.

Viel zu schnell war die außergewöhnliche Stunde zu Ende. Die Kinder hätten am liebsten die Cajon mit nach Hause genommen und weiter geübt, aber die Trommeln wurden noch gebraucht, die nächsten Klassen warteten schon. Schulleiterin Svenia Vaupel hat viel vor, zusammen mit den Schülern der Jahrgänge fünf bis sieben der Oberschule und auch der Grundschule Hehlen will sie das Projekt „Gemeinsam Rhythmus finden“ fortsetzen. In einem Elternbrief erläutert sie das Vorhaben und macht die Vorteile klar: „Durch das Trommeln kann man viele Dinge schulen: Merkfähigkeit, Rhythmus, Zusammenhalt, Koordination, Ausdauer und vieles mehr.“

Für nur zehn Euro kann – dank der Unterstützung des Fördervereins der GS – eine Cajon erworben werden. Bereits nach den Osterferien könnten dann alle Kinder der beteiligten Schulen mit Instrumenten ausgestattet sein. Nach fleißigem Üben sollen zum Abschluss des Schuljahres alle 380 Kinder gemeinsam ihr Können bei verschiedenen öffentlichen Auftritten präsentieren.



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