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Bodenwerderaner erhält Äquatorpreis

Hermann Klenke ist über 40 077 Kilometer gerudert

BODENWERDER. Wer 40 077 Kilometer zurückgelegt hat, der hat es ein Mal um die Erde geschafft. Denn gerundet ist es so weit um den Äquator. Ein ganz schöner Weg also, den der Bodenwerderaner Hermann Klenke in einem Ruderboot zurückgelegt hat.

veröffentlicht am 10.11.2017 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 10.11.2017 um 17:46 Uhr

In seinem Ruderboot hat Hermann Klenke viele Kilometer auf der Weser zurückgelegt.Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Wer jetzt an halsbrecherische Fahrten mitten über die Weltmeere denkt, der irrt allerdings. Hermann Klenke durfte die Äquatorrunde in mehreren Jahren ansammeln und musste dafür auch nicht dem dicksten Breitenkreis unserer Erde folgen. Den größten Teil der Kilometer hat er auf der heimischen Weser zurückgelegt, sagt Klenke und obwohl er dort wohl mittlerweile jeden Stein und jede Ecke kennt, sitzt er immernoch regelmäßig im Boot. Zu rudern, das bedeutet für Klenke vor allem eines – Entspannung. Aber der Sport halte ihn auch fit. „Beim Rudern trainiert man jeden Muskel im Körper“, unterstreicht der 74-Jährige.

Seit 40 Jahren ist Klenke bereits Mitglied im Ruderverein Bodenwerder. 2016 schließlich war es soweit – Klenke hat – nach der Anzahl der von ihm zurückgelegten Kilometer – die Äquatorumrundung geschafft. Nun wird er dafür ausgezeichnet. Am kommenden Sonntag bekommt Klenke den Preis des Deutschen Ruderverbandes für seine rudersportliche Leistung im Rahmen eines kleinen Festaktes verliehen.

Auf der Weser sei er noch etwa zwei bis drei Mal die Woche. Mindestens aber ein Mal, sagt Klenke. Auch, wenn es im Alter schon weniger geworden sei. Pro Jahr rudere er noch etwa 900 Kilometer. Der Computer im Haus des Rudervereins hat den genauen Überblick: 897 Kilometer waren es in diesem Jahr schon. Die Strecke hat er in 71 Fahrten bewerkstelligt mit im Schnitt 12,6 zurückgelegten Kilometern pro Fahrt. Früher, erzählt Klenke, sei er etwa 1500 bis 2000 Kilometer im Jahr gefahren. Seine weiteste Tour an einem Tag ging über 110 Kilometer, von Melsungen in Nordhessen bis zurück nach Bodenwerder.

Für Klenke ist Rudern mehr als ein Hobby. Es ist seine Leidenschaft und quasi Familiensport. Auch seine Ehefrau Inge lächelt auf einem Foto im Haus des Rudervereins fröhlich aus einem Boot und die beiden Söhne haben es natürlich auch gelernt, erzählt Klenke. Heute bringt der Rentner dem Nachwuchs im Ruderverein bei, worauf es auf der Weser ankommt. In der Garage des Vereins hat Klenke ein eigenes Boot. Einen Einer für sich allein. Das Boot ist aus Holz, heißt Judith und ist nach seiner Enkelin benannt.

Was der passionierte Ruderer Klenke allerdings nicht tut, das ist Rudern im Urlaub. „Da habe ich eben Urlaub“, sagt er und gibt an, am liebsten an die Nordsee zu fahren.

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