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Heller sieht die Zukunft heller

Hehlen (dy). Thomas Strebost, Geschäftsführender Gesellschafter von Heller-Leder und Helcor Ledertec, sieht dem Jahr 2010 trotz der weltweiten Krise optimistisch entgegen. „Wir rechnen mit einem ,leicht schwarzen‘ Ergebnis und für 2010 sieht der Auftragseingang recht positiv aus“, so Strebost.

veröffentlicht am 17.12.2009 um 13:01 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

heller
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Hehlen (dy). Thomas Strebost, Geschäftsführender Gesellschafter von Heller-Leder und Helcor Ledertec, sieht dem Jahr 2010 trotz der weltweiten Krise optimistisch entgegen. „Wir rechnen mit einem ,leicht schwarzen‘ Ergebnis und für 2010 sieht der Auftragseingang recht positiv aus“, so Strebost. Mit Kurzarbeit waren die 65 Mitarbeiter bei Helcor Ledertec in dieses Jahr bis zum März gegangen, außerdem wurden flexible Arbeitszeitkonten abgebaut. Jetzt sieht es so aus, dass die Helcor-Mitarbeiter seit Dezember kurz arbeiten und dieses auch für den ersten Monat im neuen Jahr noch geplant ist.
 Strebost erläutert, dass derzeit der Anteil der Aufträge für die Auto- und Schuhindustrie bei 60 zu 40 Prozent liegt und es das Ziel sei, hier jeweils 50 Prozent zu erreichen. „Wir sind auf einem guten Wege, mit einem Spezialoberflächenleder den Schuhsektor aus Asien zurück zu erobern“, zeigt sich der Geschäftsführer optimistisch.
 Auch bei Heller Leder sind die 170 Mitarbeiter seit September einen Tag in der Woche zuhause geblieben. Grund dafür war unter anderem der Umsatzeinbruch der Möbel- und Spezialgeschäfte für Leder in den USA.
 Auch durch die späten Ferien im Süden fehlten Aufträge wichtiger süddeutscher und europäischer Kunden. „Jetzt wird wieder normal gearbeitet“, erklärt Thomas Strebost. Den positiven Blick in die Zukunft erlaubt der Mittelständler sich auch aufgrund der Tatsache, dass das Werk nach dem Modellwechsel bei Porsche nach wie vor als Lieferant dabei ist und auf steigende Auftragszahlen hofft.
 Ein wichtiger Aspekt für die Region sind auch die Ausbildungsplätze, die das Hehlener Werk zur Verfügung stellt. Momentan werden fünf Jugendliche im kaufmännischen Bereich ausgebildet und drei erlernen den Beruf des Gerbers. Mitte 2010 sollen zwei weitere Auszubildende eingestellt werden.
 Nach einigen Jahren „Messe-Pause“ war das Hehlener Unternehmen in diesem Jahr auch wieder bei Messen in Köln, Hongkong, China und den USA präsent. „Die meisten Kunden haben heutzutage nicht mehr die Zeit, zu uns in den Betrieb zu kommen“, erläutert Strebost die Messe-Strategie der Firma.
 Positive Auswirkungen der Kölner Möbelmesse vom Januar konnten verzeichnet werden – mit Aufträgen der Möbelmessen vom Herbst wird Anfang des Jahres gerechnet. „Es legt sich niemand mehr Leder auf Lager bei Kollektionswechsel.“ In der Wasserwerkstatt gab es auch während der Kurzarbeit reichlich zu tun. „Wir haben Lohngerberaufträge, die schnellstens abgewickelt werden müssen“, so Strebost und erklärt, dass beispielsweise Mitbewerber sich keine eigene Wasserwerkstatt mehr halten.
 Für Thomas Strebost, der das 1918 gegründete Familienunternehmen in der vierten Generation leitet, „gehört die Wasserwerkstatt einfach dazu“.
 So wurden gerade drei der insgesamt sechs über 20 Jahre alten Äscherfässer ersetzt. Millimeterarbeit war es für alle Beteiligten, diese Holzfässer mit einem Durchmesser von 4,40 Meter, 4,25 Meter Länge und 15 Tonnen Gewicht auszutauschen. In den Äscherfässern erfolgt der Prozess der Haarentfernung bei den Rohhäuten.
 Geschäftsführer Rudolf Ebeling erklärt, dass ein Fass zehn Tonnen Häute fasst und gefüllt mit Wasser und Fellen über 40 Tonnen wiegt.
 Für das kommende Jahr ist der Austausch der letzten drei alten Fässer geplant.



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