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Abriss wird finanziell gefördert

Haus an der Homburgstraße ist Geschichte

BODENWERDER. Das Haus mit der Nummer 62 an der Homburgstraße in der Münchhausenstadt ist Geschichte: Seit Anfang der Woche sind Arbeiter mit dem Abriss des Hauses beschäftigt; schon zum Ende der Woche könnte nur noch eine 200 Quadratmeter große Fläche zu sehen sein.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 14:43 Uhr

Dieses Haus an der Homburgstraße wird abgerissen.
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Am wahrscheinlichsten ist, dass hier Stellplätze entstehen, die von den Anwohnern genutzt werden können; mit einer Ratsentscheidung zur Nachnutzung rechnet Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt noch in diesem Jahr. „Auf jeden Fall werden die umliegenden Häuser aufgewertet“, freut sich Schmidt über die Maßnahme im Rahmen des städtebaulichen Projekts.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die seit vielen Jahren leer stehende Immobilie käuflich erworben; als zweites Projekt im Landkreis Holzminden wird der Abriss des Hauses nun über den revolvierenden Rückbaufonds abgewickelt. Bei dem Förderprojekt, das der Landkreis als erste Kommune in Niedersachsen umsetzt, geht es darum, einen geordneten Rückbau von Immobilien mit deutlichen Verfallserscheinungen und langjährigem Leerstand zu ermöglichen und damit neue Vermarktungs- und Verwertungsperspektiven für die Grundstücke zu eröffnen. Bewerben können sich neben Kommunen auch Privatleute; wichtig sei laut Dr. Jutta Klüber-Süßle von der Wirtschaftsförderung des Landkreises, dass ein stimmiges Konzept zur Nachnutzung vorgelegt werde. „Der Gedanke dabei ist, dass es eine Selbsthilfesteuerung wird“, sagt Dieter Meyer aus dem Leader-Regionalmanagement der Solling-Vogler-Region. Denn: Wird das Abrissprojekt jetzt finanziell durch den revolvierenden Rückbaufonds gefördert, so sollen die Gelder die durch die Nachnutzung erzielt werden, innerhalb von acht Jahren wieder in den Fonds zurückfließen.

Das Land Niedersachsen fördert den revolvierenden Rückbaufonds mit 100 000 Euro; 50 Prozent werden gegenfinanziert, sodass insgesamt – und durch die Rückzahlungen dauerhaft – 200 000 Euro zur Verfügung stehen. „Wir hoffen, dass wir lange etwas davon haben. Letztlich kann es nur ein Anstoß sein, aber es ist ein sehr innovatives Instrument“, sagen Meyer und Klüber-Süßle.

In jedem Fall, so sind die Verantwortlichen überzeugt, werde der Hausabriss an der Homburgstraße ein solcher Anstoß sein: „Manchmal erkennt man den Wert eines Gebäudes erst, wenn es nicht mehr da steht“; sagt Jens-Martin Wolff, Vorsitzender der lokalen Leader-Aktionsgruppe. Für Bürgermeister Schmidt ergebe sich ein ganz anderer Blickwinkel auf die frei werdende Fläche; daher werde man auch erst nach einer Begehung im Rat über die Nachnutzung entscheiden.



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