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Verbindung Holzminden-Springe wird noch geprüft

Hadern mit dem Schnellbus

BODENWERDER/HOLZMINDEN. Die Idee von der Schnellbusstrecke von Holzminden nach Springe stößt weiterhin nicht auf große Resonanz aus den beiden Landkreisen Holzminden und Hameln-Pyrmont. Wie berichtet will die niedersächsische Landesregierung mit Schnellbuslinien kleinere Städte unterstützen, die nicht an Verkehrsknotenpunkte angebunden sind. Eine mögliche Verbindung könnte von Holzminden nach Springe und von dort aus mit der S-Bahn in die Landeshauptstadt Hannover führen.

veröffentlicht am 20.06.2017 um 17:16 Uhr
aktualisiert am 12.07.2017 um 14:00 Uhr

Die ersten Schnellbusse sind in Niedersachsen bereits zwischen Oldenburg und Westerstede unterwegs. Foto: dpa
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Bereits im Januar wurde bekannt, dass die Strecke Holzminden–Springe als Schnellbusverbindung infrage käme. Vom Verkehrsministerium wurde sie als eine von 35 Strecken beispielhaft untersucht. Die angesprochene Verbindung würde von Holzminden aus über Bevern, Arholzen, Stadtoldendorf, Eschershausen, Lüerdissen und Dielmissen weiter über Halle und Coppenbrügge nach Springe führen. Am Unterhalt würde sich das Land in Form eines Zuschusses je Streckenkilometer beteiligen. Der Rest müsste von den Landkreisen getragen werden.

Die erste geförderte Schnellbusverbindung wurde auch bereits eingerichtet. Sie ist 25 Kilometer lang und führt von Oldenburg nach Westerstede. Dort fahren die Busse seit Anfang Mai täglich von 5 bis 24 Uhr nonstop im Stundentakt. Dass die erste Landesbuslinie in Rekordzeit umgesetzt worden war, zeige, dass man den Bedarf vor Ort getroffen habe, äußerte sich Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) bei der Einweihungsfeier lobend.

Im Landkreis Holzminden strebe man zwar eine Verbesserung der Verkehrsanbindung in Richtung Hannover an, wie es aus der Pressestelle heißt, im Hinblick auf den Schnellbus gibt man sich allerdings noch skeptisch: „Inwieweit die Linie Holzminden–Springe oder alternative Strecken als geeignete Schnellbuslinien infrage kommen, wird derzeit sowohl politisch diskutiert als auch verwaltungsintern geprüft.“ Der Verweis geht in Richtung des Gutachterbüros, das die Strecke im Auftrag des Verkehrsministeriums geprüft hat. Demnach könne eine Landesbuslinie nur eine Übergangslösung bis zur Ertüchtigung der Bahnstrecke Holzminden–Kreiensen sein. Deshalb liege das Hauptaugenmerk weiterhin auf einer Verbesserung der Bahnanbindung – unter anderem im Stundentakt zwischen Holzminden und Kreiensen. Wie berichtet, würden die Fahrtzeiten von Holzminden nach Hannover mit Schnellbus und Zug im günstigsten Fall zweieinhalb Stunden dauern. Und auch der Landkreis Hameln-Pyrmont hält sich in der Schnellbusfrage bedeckt: „Zunächst bleibt abzuwarten, wie sich der Landkreis Holzminden in dieser Angelegenheit entscheidet, da eine Landesbuslinie nur mit Holzminden umsetzbar ist“, lautet die Antwort aus dem Kreishaus. Weiter heißt es: „Der Landkreis Hameln-Pyrmont würde erst dann in eine konkrete Prüfung einsteigen, wenn Holzminden einen Antrag stellt und eine Verbindung Holzminden–Springe seitens Holzminden gewollt ist. Wir selbst würden allenfalls an der Strecke liegen und uns deshalb beteiligen.“

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