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Bis 2018 soll es eine flächendeckende Breitbandversorgung im gesamten Kreisgebiet geben

Gute Chancen für schnelles Internet

Bodenwerder. Bekommt die Münchhausenstadt Bodenwerder nun doch ihr schnelles Internet für Kemnade, Buchhagen und den Bereich am Bismarckturm? Nachdem der Landkreis Holzminden 50 000 Euro Förderung aus Bundesmitteln bekommen hat, sehen die Chancen dafür sehr gut aus.

veröffentlicht am 07.02.2016 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

von joachim zieseniss
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Das wenigstens versichert Michael Karwasz vom Amt für Regionalplanung beim Landkreis Holzminden. Wie der Kreis-Regionalplaner erklärt, ist man nach Zusicherung der Bundesmittel derzeit dabei, den Planungsauftrag für die Breitbandverlegung auszuschreiben. Sobald ein Büro gefunden ist und konkrete Planungsunterlagen vorliegen, könnten schon im Sommer Fördermittel für das Bauprojekt für Bodenwerder beantragt werden, so Karwasz. Anschließend müsste die Maßnahme ausgeschrieben werden. „Nach unseren Planungen wollen wir bis 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung im gesamten Kreisgebiet fertiggestellt haben“, so der Kreis-Regionalplaner, zuständig für ein flächendeckendes schnelles Internet im Landkreis Holzminden.

Flächendeckende

Versorgung mit 50 MBit/s ist keine Utopie mehr

Bereits im Frühjahr vorigen Jahres hatte Michael Karwasz in Bodenwerder für eine andere technische Version eines schnelleren Internets in den noch nicht mit Breitband versorgten Bereichen der Münchhausenstadt geworben: Steht jetzt eine Erdverlegung von Glasfaserkabeln an, hatte damals ein Unternehmen angeboten, schnelles Internet über Richtfunkstrecken zu ermöglichen. Der Vorschlag kam für Bodenwerders Politik damals aber so überraschend, und die Antragsfrist wäre nach einer Ratszustimmung so knapp bemessen gewesen, dass sich die Politiker überrumpelt fühlten und ablehnten. Dazu kam der Umstand, dass heftiger Widerstand aus der Bevölkerung Richtfunkstrecken über ihren Köpfen hinweg ablehnte. Anlieger befürchteten gesundheitliche Schädigungen durch Dauer-Funkbestrahlung.

Während andernorts schnelles Internet über Richtfunk bereits umgesetzt ist, ließ man daher in Bodenwerder im April 2015 diese Ausbauversion und damit eine Förderung für Funkversorgung sausen. Mit den neuesten Bundesförderprogramm ergibt sich nun aber doch noch ein neuer Schub für Bodenwerder, schnell ein förderfähiges Breitband-Projekt vorlegen zu können.

Eine weitere gute Nachricht für die digitalisierte Zukunft der Münchhausenstadt kommt derweil auch aus Hannover: Dort berichtete der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten des niedersächsischen Landtags über den Stand des derzeit laufenden Südniedersachsenprogramms. Und es war auch beachtlich, was es vom Programm Neues gab: 7,3 Millionen Euro sind seit dem Start im Februar 2015 bereits bewilligt worden. Darunter knapp 2,9 Mio. als Kofinanzierungshilfen. Nächstes Etappenziel sei es, Ende 2016 mindestens 17 Projekte in eine Antragsstellung geführt zu haben. An erster Stelle stehe der Breitbandaus in Südniedersachsen, so Wunderling-Weilbier.

Zur Umsetzung des Südniedersachsenprogramms wurde ein „Projektbüro Südniedersachsen“ eingerichtet. Hier arbeiten Mitarbeiter aus den Landkreisen Göttingen, Goslar, Holzminden, Northeim und Osterode am Harz sowie der Stadt Göttingen und des Landes zusammen, um die Region zu unterstützen. Das Projektbüro hat die Funktion einer regionalen Entwicklungsagentur.

Die Leiterin des Projektbüros Südniedersachsen, Dr. Ulrike Witt, geht davon aus, dass alle fünf Landkreise in diesem Jahr kombinierte Anträge auf Bundes- und Landesförderung stellen werden. „Die flächendeckende Versorgung mit 50 MBit/s ist keine Utopie mehr“, führt sie aus und hebt das Engagement der Landkreise hervor, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft im Projektbüro Südniedersachsen intensiv auf die komplexe Antragstellung vorbereiten.

So könnten sie jetzt mit sehr guten Chancen in den bundesweiten Wettbewerb um Fördermittel starten.



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