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Dieter Hallervorden wird am 16. Mai mit dem Münchhausenpreis ausgezeichnet

„Großmeister der Unterhaltungskunst“

Bodenwerder. Die Überraschung ist gelungen: Als Thomas Greef gestern im Rathaus den Namen des Münchhausen-Preisträgers 2014 verkündete, waren manche Medienvertreter irritiert. „Hat der nicht schon längst den Münchhausenpreis?“ Angesichts der Lebensleistung des Preisträgers und seines stolzen Alters von 78 Jahren lag diese Vermutung durchaus nahe – doch bislang stand der „Großmeister der deutschen Unterhaltungskunst“ (Greef), tatsächlich noch nicht auf der Liste. Nun ist Dieter Hallervorden der 18. Preisträger in einer illustren Galerie von Hochkarätern, in der sich unter anderem Dieter Hildebrandt, Rudi Carrell und zuletzt Frank Elstner finden.

veröffentlicht am 17.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Hallervorden, betonte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Sparkasse Bodenwerder, schwimme derzeit auf einer Welle des Erfolges, sei allein durch seinen jüngsten Kinofilm „Sein letztes Rennen“ enorm medienpräsent. Sein Terminkalender sei pickepackevoll. „Didi“ selbst sei einzigartig unter anderem in seiner Mimik, sein Gesicht sei prägnant, es gebe kaum jemanden in Deutschland, der ihn nicht kenne. Ihm sei gelungen, was vielen anderen misslang – der Spagat zwischen Nonsens, Slapstick, politischem Kabarett und anspruchsvoller Schauspielkunst auf der Theaterbühne und in Filmen. Der Preisträger, unterstrich Greef, decke ein enorm breites Spektrum ab, erfülle alle Kriterien der Jury.

Der gebürtige Dessauer sei ungemein vielseitig, beweise zudem immer wieder großen Mut, eingetretene Pfade zu verlassen und Neues zu wagen. Seiner Hartnäckigkeit, an seinen unkonventionellen Ideen und Überzeugungen festzuhalten, sei es zu verdanken, dass viele erfolgreiche Projekte überhaupt erst realisiert worden seien.

Greef erinnerte an die Kultserie „Nonstop Nonsens“, an die „Didi“-Filme, über die Generationen gelacht hätten. Doch Dieter Jürgen Hallervorden auf „Didi“ zu reduzieren, würde dem Preisträger in keinster Weise gerecht werden.

Komiker, Kabarettist, Schauspieler – und Charakterkopf: Dieter Hallervorden ist der 18. Münchhausen-Preisträger. Foto: pr

„Wir ehren mit dem Münchhausenpreis Dieter Hallervorden und nicht Didi“, unterstrich Friedrich-Wilhelm Dornette als Kuratoriumsmitglied der Stiftung die Bedeutung des Preisträgers. Hallervorden, so Bürgermeisterin Elke Perdacher, sei ein wahrer Unterhaltungskünstler. Die Preisverleihung an ihn trage mit dazu bei, die Münchhausenstadt Bodenwerder bundesweit noch bekannter zu machen. Hallervorden, erklärte Greef, erfinde sich stets fantasievoll aufs Neue, überzeuge auf vielseitigem Terrain in einem breiten künstlerischen Spektrum. Damit erweise er sich als würdiger Erbe im Geiste von Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen. Auch dem Baron sei keine Herausforderung kühn genug gewesen, um sie nicht zur besten Unterhaltung seines Publikums in Angriff zu nehmen.

Dieter Hallervorden wird der Preis im Rahmen eines Festaktes am Freitag, 16. Mai, im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen verliehen. Die Schirmherrschaft hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil übernommen. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2556 Euro dotiert – die krumme Summe resultiert laut Greef auf der Umrechnung des ursprünglichen Preisgeldes in Höhe von 5000 DM auf Euro. Greef: „Wer allerdings glaubt, den Preisträgern gehe es ums Geld, der irrt sich.“ Die letzten sechs Preisträger hätten auf ihr Preisgeld verzichtet, das Geld gemeinnützigen Zwecken zukommen lassen – meist Stiftungen. Der Eintritt zur Preisverleihung mit umfangreichem Rahmenprogramm ist frei. „Es geht uns nicht ums Geldverdienen, es geht uns um Standortwerbung“, stellte Greef die Intention der Stiftung klar. Beginn ist um 19 Uhr.



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